Ausstand bis Freitag: Flughafen-Streik zeigt erstaunlich wenig Wirkung

Ausstand bis FreitagFlughafen-Streik zeigt erstaunlich wenig Wirkung

Nirgendwo können Streiks so heftige Folgen haben wie in der Flugbranche – hieß es bisher. Doch der aktuelle Ausstand in Frankfurt zeigt: So schlimm ist es diesmal gar nicht, auch wenn der Streik nun immer länger dauert.
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FrankfurtDer Streik am Frankfurter Flughafen dauert länger und länger. Heute Nacht hat die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) den Ausstand der rund 200 Vorfeldmitarbeiter bis zum Freitagabend verlängert. Airport-Betreiber Fraport sieht sich dennoch gut vorbereitet. Der Konzern hat hat am Dienstagmorgen den Fluggästen einen „weitgehend geregelten“ Flugbetrieb zugesichert.

Von den für Dienstag geplanten 1200 Flügen waren am Morgen 187 annulliert worden. „Insgesamt sieht es heute aber gut und ruhig aus“, sagte ein Fraport-Sprecher. Der Flughafenbetreiber habe sich auf einen Streik bis Mittwochmorgen vorbereitet, nun würde man die Vorbereitungen eben bis Freitagabend ausweiten.

In der Nacht zum Montag hatte die GdF einen 24-Stunden-Streik bereits auf 48 Stunden ausgedehnt. Nun soll der Ausstand nach neuesten GdF-Angaben von Dienstagnacht sogar bis Freitag (24. Februar / 23 Uhr) dauern.

Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hat den Betreiber des Frankfurter Flughafens, Fraport, dazu aufgefordert, den Schlichterspruch im Tarifkonflikt zu unterschreiben. „Wir wollen eigentlich nur dieses Papier unterschrieben haben und Fraport ist aufgestanden und hat den Tisch verlassen“, sagte GdF-Sprecher Matthias Maas am Dienstag im „Morgenmagazin“ des ZDF. Fraport selbst habe sich den Schlichter aussuchen können und sich für den ehemaligen Bürgermeister von Hamburg, Ole von Beust, entschieden.

Der Geschäftsführer des Bundesverbands der Arbeitgeber, Reinhard Göhner, kritisierte den Ausstand am Frankfurter Flughafen. „Wir sind für Tarifpartnerschaft. Aber während der Laufzeit bestehender Tarifverträge, die für alle Arbeitnehmer eines Betriebes gelten, muss auch Friedenspflicht bestehen“, sagte er im ZDF. „Das Extreme liegt hier darin, dass ein Tarifvertrag nur für eine kleine Gruppe erstrebt wird.“ Weniger als ein Prozent der Belegschaft legten so den ganzen Betrieb lahm. „Die Zersplitterung der Tariflandschaft ist hochgefährlich“, sagte Göhner.

Die GdF will mit dem Arbeitskampf ihre Tarifforderungen durchsetzen. Diese brächten nach Angaben von Fraport für einzelne Beschäftigte bis zu 70 Prozent höhere Gehälter. Um die Auswirkungen des Streiks der Vorfeldlotsen, Einweiser und Disponenten abzufedern, hatte Fraport eigens Mitarbeiter geschult, die deren Aufgaben übernommen haben.

Doch es zeigt sich, dass Fraport mit seiner Strategie, den Streik mit Ersatzarbeitskräften zu unterlaufen, immer erfolgreicher ist. Gestern mussten 240 Flüge abgesagt werden, weniger als die mehr als 300 am Freitag. Lufthansa strich gestern gut 200 Flüge, heute sollen es dagegen nur noch 160 Flüge sein.

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  • Nee, eben nicht. 5 Rentner hat man reaktiviert, der Rest ist Fraport- Personal, angelockt mittels Handzetteln im Betrieb und mit 100€ netto pro Schicht extra. Ich bin gespannt auf den ersten CAT III- Tag, hoffentlich muß ich an dem Tag nicht fliegen.

  • Ne das waren Hilfskräfte die man angelernt hat.
    Wahrscheinlich vom Arbeitsamt(?)

  • Was haben die 200 Fraport- Mitarbeiter, die jetzt die Vorfeldlotsen ersetzen, in ihrer Firma bisher eigentlich gemacht? Etwa nichts? Oder den ganzen Tag Kaffeepause? Da ergeben sich noch hervorragende Rationalisierungsmöglichkeiten, meine Damen und Herren, den Beweis führen Sie gerade selbst!

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