Ausstand der Flugbegleiter
Streik kostet Lufthansa Millionen

Acht Stunden streikten die Flugbegleiter der Lufthansa am Frankfurter Flughafen. Die Gewerkschaft Ufo feiert den ersten Streiktag als „Riesenerfolg“. Die Folge: Chaos im Flughafen und Millionen-Kosten für die Airline.
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FrankfurtDie Gewerkschaft Ufo hat den ersten Streiktag der Flugbegleiter der Lufthansa wie angekündigt um 13 Uhr beendet. Der achtstündige Arbeitskampf kurz vor dem Wochenende stürzte Deutschlands größten Flughafen ins Chaos. Ein Ufo-Sprecher sagte: „Das war ein Riesenerfolg, auch wenn es uns für die Passagiere und die Kollegen am Boden leidtut. Aber das muss jetzt sein.“

Bei der Lufthansa fielen nach Unternehmensangaben ein Großteil der Kurz- und Mittelstrecken sowie vereinzelt Langstreckenflüge aus. Der Flughafenbetreiber Fraport musste auf die Bremse treten und für gut 90 Minuten alle Starts von einem deutschen oder einem europäischen Flughafen mit Zielort Frankfurt stoppen. Ab Mittag entspannte sich die Lage etwas, sagte ein Fraport-Sprecher. Das Chaos an deutschen Flughäfen dürfte sich aber schon bald fortsetzen: „Der nächste Streik wird schnell kommen“, sagte der Ufo-Sprecher.

Der heutige Streiktag könnte die Lufthansa rund zehn Millionen Euro gekostet haben. Das schätzt Hans-Peter Wodniok, Analyst von Fairesearch. Am Frankfurter Flughafen mussten rund 200 Flüge gestrichen werden, auch einige Langstreckenverbindungen. Verbindungen nach Seattle und New York wurden auf der Anzeigetafel als annulliert geführt. „Wenn Langstrecken-Flüge ausfallen, ist das eine Katastrophe", sagt Wodniok Handelsblatt Online, „das sind die profitablen Verbindungen für die Fluggesellschaften“.

Jürgen Pieper, Analyst beim Bankhaus Metzler, schätzt die Auswirkungen dagegen deutlich geringer ein. Einen finanziellen Schaden von über zehn Millionen Euro sieht er nicht. Maximal eine Million Euro hält er für wahrscheinlicher. „Das war heute ja ein relativ überschaubarer Streik, der nicht den ganzen Flugbetrieb lahmgelegt hat“, sagt Pieper.

Der Service für Lufthansa-Kunden, auf Züge der Deutschen Bahn umzusteigen, sollte die Fluggesellschaft dabei nicht groß belasten. Wodniok rechnet mit rund 300.000 Euro für die Ersatz-Zugtickets. Und ein Streiktag spart der Lufthansa sogar einige Kosten – beispielsweise das Kerosin für die Flüge und Gebühren für Starts und Landung. Hinzu kämen dafür Parkgebühren für die Flugzeuge am Boden. Diese würden aber geringer ausfallen als die Kosteneinsparungen, prognostiziert Wodniok. Wenn weltweit alle Lufthansa-Flüge ausfielen, müsste die Airline mit 20 Millionen Euro Kosten pro Tag rechnen, schätzt der Analyst.

Der Flughafenbetreiber Fraport kann momentan noch nicht abschätzen, was die acht Stunden Arbeitsausstand gekostet haben und werden. Dies hinge davon ab, wie viele Passagiere den Flughafen heute noch verlassen könnten, heißt es vom Fraport.

Beim Streik von Lufthansa-Technikern vor zwei Jahren hatten Analysten die Kosten für die Fluggesellschaft für einen Streiktag auf rund fünf Millionen Euro geschätzt. Damals mussten rund 70 Flüge gestrichen werden. Ein Bruchteil von dem, was heute in Frankfurt an Verbindungen ausfiel.

Für viele Passagiere war am Freitag am Frankfurter Flughafen Endstation: Um 50 Uhr morgens hatten die Flugbegleiter der Lufthansa ihren ersten Streiktag begonnen. An den Schaltern bildeten sich lange Schlangen, die Gates waren voll, und der Flughafenbetreiber stoppte bis auf weiteres den Start aller Maschinen aus Europa mit Zielort Frankfurt. An Deutschlands größten Drehkreuz blieben reihenweise Maschinen am Boden.

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  • Ich hoffe das ist ironisch gemeint ... ??

  • Moeglicherweise ist das eine oder andere Cabin-Crew Mitglied der LH ueberbezahlt, und findet sich demnaechst als Kassierer bei einem Discounter ein.
    Vielleicht sollte die LH besser Mitarbeiter in Asien rekrutieren, wie das die Cruise-Lines schon laenger erfolgreich praktizieren.

  • Schön, dass Sie direkt zugeben, wie egal es Ihnen ist, wie Mitarbeiter einer Firma behandelt werden, solange Sie als Kunde dabei gut und billig wegkommen. Genau das ist die Mentalität, die Deutschland dahin führt, wo andere Länder längst sind: immer billiger, immer mehr, immer länger arbeiten. Hauptsache die Vorstände und Gesellschafter verdienen sich einen goldenen A... Wenn es denn der Lufthansa so schlecht geht, wieso fängt das Management dann nicht an bei seinen eigenen Gehälter zu sparen? Oder haben Sie schon mal gehört, dass sich aus der dortigen Chefetage jemand bereit erklärt hat, auf einen Teil seines Gehalts zu verzichten? Stattdessen sollen die, die eh nicht viel verdienen, weitere Einbußen hinnehmen. Ein Einstiegsgehalt von 1500 Euro brutto ist ein Witz! Allein schon vor dem Hintergrund, was die Mieten heutzutage allein verschlingen. In diesem Sinne, machen Sie weiter so, schön egoistisch bleiben. Irgendwann kommt auch Ihre Firma auf den Trichter sparen zu müssen. Mal schauen, ob Sie es dann vorziehen nicht zu streiken und alles über sich ergehen lassen.

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