Austausch gegen US-Marke
Arabella-Hotels firmieren um

Aus der internationalen Hotelszene verschwindet eine angesehene Marke mit deutschem Ursprung: Die Arabella-Sheraton-Hotels in Deutschland, der Schweiz, Österreich, auf Mallorca und in Südafrika firmieren um. Demnächst prangen amerikanische Namen an den Hotels.

MÜNCHEN. Die Häuser, hinter denen das Hotel-, Bier- und Immobilien-Imperium der Schörghuber-Gruppe steht, erhalten neue Namen aus dem internationalen Marken-Portfolio des amerikanischen Hotelgiganten Starwood. So werden die Arabella-Sheraton Grand Hotels in Frankfurt und München künftig als Westin Grand Hotels firmieren. Und aus dem Arabella-Sheraton Golfhotel Son Vida in Palma de Mallorca wird ein seit 2005 zu den Starwood-Marken zählendes Le Méridien.

Die Umbenennungen sind die Folge eines Ende 2006 geschlossenen Deals zwischen Schörghuber und Starwood. Die Partner, die seit neun Jahren auf dem Hotelsektor zusammenarbeiten, verlängerten ihr Joint Venture um 30 Jahre. Zur Gruppe von 31 Hotels, die 2005 rund 250 Mill. Euro Umsatz machten und für 2006 deutlich steigende Erlöse pro Zimmer erwarten, stoßen weitere zwölf Häuser, die Starwood bislang in eigener Regie betrieben hatte.

Seit Jahresbeginn firmiert die Arabella-Sheraton-Hotelbetriebsgesellschaft in München unter Arabella-Starwood Hotels & Resorts. Der neue Firmenname sei „die Absendermarke“ für alle Marketing- und Vertriebsaktivitäten für die 43 Häuser, sagte Carsten Rath, Vorsitzender der Geschäftsführung, dem Handelsblatt.

Der Name ziert aber nicht die Herbergen. „Betrieben werden unsere Hotels unter den bekannten Marken unseres Partners Starwood.“ Dessen „anerkannt weltweit bestes Reservierungssystem“ sichere die globale Präsenz der Hotels. Die Marke Arabella werde in den Luxushotels gleichwohl weiter präsent sein – als „Inbegriff für feinen Lebensstil“ etwa für Golf- und Sportangebote, für Wellness-Einrichtungen, Kultur, Essen und Trinken.

Deutsche Mehrheit

An der Arabella-Starwood-Gesellschaft hält die Schörghuber-Tochter Arabella Hotel Holding International mit 51 Prozent die Mehrheit. Der US-Partner begnügt sich mit 49 Prozent. Kern der Vereinbarung ist, dass Arabella-Starwood im deutschsprachigen Raum, aber auch in Südafrika und Namibia exklusiv Hotels der Starwood-Marken betreiben darf.

Die verstärkte Anlehnung an den US-Partner sei sinnvoll, sagte Hotelexperte Stephan Gerhard, Chef der Beratungsfirma Treugast. In wenigen Jahren würde der internationale Markt von zehn bis 20 Großkonzernen beherrscht. Dafür müsse man in Kauf nehmen, „dass wieder eine deutsche Gesellschaft mit ihrem Namen vom Markt verschwindet“.

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