Austrian Airlines
AUA-Aufsichtsrat will Lufthansa an seine Seite holen

Klares Bekenntnis zur Lufthansa: Der Aufsichtrat der Austrian Airlines hat sich am Montag für eine strategische Partnerschaft mit dem deutschen Flugunternehmen ausgesprochen. Nach Angaben einer mit den Vorgängen im Aufsichtsrat vertrauten Person wünscht sich die Mehrheit eine zügige Umsetzung des Anteilsverkaufs.

HB WIEN. Eine mit den Vorgängen im Aufsichtsrat vertraute Person sagte am Montagabend zu Reuters, dass die Mehrheit der AUA-Aufsichtsräte die Lufthansa als Partner bevorzugt. Insgesamt wären aber vier Fluglinien in der engeren Wahl - neben der Lufthansa die russische Aeroflot , die Air France/KLM und Turkish Airlines.

Die AUA selbst nannte keine möglichen Partner. "Die ÖIAG wird (...) der Bundesregierung die zügige Erteilung des Privatisierungsauftrages empfehlen", wird AUA-Aufsichtsratchef Peter Michaelis in der Aussendung zitiert.

Eine Lufthansa-Sprecherin hat am Montagabend eine Stellungnahme abgelehnt. Früheren Angaben zufolge interessieren sich die Deutschen nur für einen Mehrheitsanteil an der österreichischen Fluglinie. Offen ist, ob sich die regierenden Parteien vor der Neuwahl am 28. September über einen Privatisierungsbeschluss einigen können. Eine Entscheidung könnte am 12. August beim Ministerrat (Kabinettssitzung) fallen.

Die konservative Volkspartei (ÖVP) spricht sich für eine zügige Privatisierung aus, während die Sozialdemokraten (SPÖ) vor einer überstürzten Entscheidung warnen. Die SPÖ schließt eine strategische Partnerschaft aber nicht grundsätzlich aus. "Eine Reihe von Eigenoptimierungsmaßnahmen muss von uns davon unabhängig umgesetzt werden, strukturelle Schwächen können aber nur mit einem Partner behoben werden. Bei einem potenziellen Partner könnte neben Kosten- und Ertragssynergien auch die strategische Zielsetzung im Vordergrund stehen. Finanzielle Stabilität muss jedenfalls auch beim Partner selbst gegeben sein", wird AUA-Chef Alfred Ötsch zitiert. Eine Stand-alone-Lösung ist nach Angaben der AUA zwar weiterhin denkbar, aber schwer umsetzbar.

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