Ausverkauf
Schlecker leert seine Regale

Im Schlecker-Ausverkauf leeren sich die Regale - die Rabatte werden weiter auf bis zu 70 Prozent erhöht. Die Einnahmen braucht der Insolvenzverwalter für die Gläubiger. Doch für die wird nicht viel übrig bleiben.
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EhingenDer Ausverkauf bei der insolventen Drogeriekette Schlecker läuft auf Hochtouren. In vielen der bundesweit 2800 Filialen sind die Regale bereits leergeräumt: „Es gibt einen Run, die Leute stehen Schlange“, sagte ein Sprecher der Insolvenzverwalter am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Zu Wochenbeginn erhöhte Schlecker die Rabatte auf bis zu 70 Prozent, nachdem die Preise vergangene Woche bis auf die Hälfte gesenkt worden waren. Die Mitarbeiterinnen bestreiten den derzeitigen Ausverkauf mit dem Wissen, Ende Juni die Kündigung zu erhalten.

Der Ausverkauf der Waren verlaufe planmäßig, hieß es am Firmensitz im baden-württembergischen Ehingen. Die Schlecker-Märkte sollen am 29. Juni endgültig geschlossen werden. Das hatten die Gläubiger Anfang Juni entschieden. Einige Märkte werden wohl noch vor dem anberaumten Termin zumachen.

Das ruft auch die Gewerkschaft auf den Plan. „Nun gilt es, zumindest machbare Teillösungen zu finden, um durch die Übernahme von Filialpaketen durch andere Unternehmen so viele Arbeitsplätze wie möglich zu sichern“, sagte Stefanie Nutzenberger vom Verdi-Bundesvorstand. Insovenzverwalter Arndt Geiwitz solle dafür sorgen, dass umsatzstarke Filialen weiter mit Waren versorgt werden. Für die vor dem Aus stehenden Mitarbeiter forderte sie erneut eine Lösung von der Politik.

Bereits Ende März hatten im Zuge der Insolvenz Tausende Schlecker-Mitarbeiter den Job verloren. Laut Bundesagentur für Arbeit (BA) waren von den 11 190 arbeitslos gemeldeten Beschäftigten am 6. Juni 3561 nicht mehr als Arbeitslose registriert. „Wir haben zwar keine genauen Zahlen, wir gehen aber davon aus, dass die meisten davon eine neue Arbeit gefunden haben“, sagte eine Sprecherin.

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