Automobilklub steigt aus
Aus ADAC-Postbus wird Postbus

Der Konkurrenzdruck auf dem Fernbus-Markt ist hoch, erst vergangene Woche meldete der Marktpionier DeinBus.de Insolvenz an. Nun steigt auch der ADAC aus dem Geschäft mit den Busfahrten aus.
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MünchenDer ADAC zieht sich aus dem umkämpften Markt für Fernbusse zurück und beendet seine Beteiligung an dem ADAC Postbus. Die Deutsche Post werde die Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen übernehmen, teilte der ADAC am Montag in München mit.

Die Deutsche Post reagiert umgehend und will nach dem Ausstieg des ADAC künftig den Post-Fernbus alleine steuern und das Netz ausbauen. Das erklärte Post-Vorstand Jürgen Gerdes am Montag in Bonn. Der Post-Fernbus entwickle sich in einem wachsenden Markt wie geplant und das Unternehmen sei von seinem Fernbusgeschäft überzeugt. „Darum werden wir das Netz im nächsten Jahr weiter ausbauen.“ Noch im November werde das Gemeinschaftsunternehmen beendet und die Post übernehme die Anteile des ADAC. Für die Kunden ändere sich nichts.

Über den Ausstieg des ADAC war seit Monaten spekuliert worden. Der Wettbewerb auf dem Fernbusmarkt hatte zuletzt auch andere Anbieter hart getroffen: Erst am Wochenende war bekanntgeworden, dass das Offenbacher Unternehmen DeinBus.de Insolvenz anmelden musste. Auch der Frankfurter Anbieter city2city hat bereits den Betrieb eingestellt.

Seit der Liberalisierung des Markts 2013 haben Fernbusse in Deutschland eine rasante Entwicklung genommen. Neun Millionen Menschen stiegen 2013 in einen Fernbus. In diesem Jahr könnten es doppelt so viele werden, schätzt der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer. Bei der Deutschen Bahn hat die neue Konkurrenz Umsatzeinbußen verursacht.

Das Motto bei den Fernbus-Anbietern heißt derzeit: Expansion – koste es, was es wolle. Die Zahl der Strecken wird stetig ausgebaut. Die Buslinien verkehren inzwischen nicht mehr nur zwischen Großstädten, auch kleinere und mittlere Städte werden angesteuert. Das alles zu niedrigen Preisen - das kostet Geld.

In Branchenkreisen hieß es am Wochenende, die Rekord-Buchungszahlen der Fernbus-Betreiber während des Lokführerstreiks dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Branche vor einer Marktbereinigung stehe. Nur wer einen langen Atem und genügend Kapital im Rücken habe, werde sich auf dem Markt behaupten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Automobilklub steigt aus: Aus ADAC-Postbus wird Postbus"

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  • also ick wes nich
    ham die uff de uni nich rechnen jelernt?
    selbst lieschen müller aus ober unter a....mit dreiklassen baumschule kann saajen das det nich funktioniert
    fernbuss im dumping
    und wenn die ersteinmal steuern zahlen müssen dann gleich garnicht
    wiehoch sind die kosten der gemeinschaft für solche versuche, wieviel kfw kredit sind verloren,
    aber dit is richtig
    dann werden die rohrkrepierer halt politiker
    wie der lindner

  • Der ADAC steigt aus
    ------------
    Da hat wohl das Staatsunternehmen "Deutsche Pannenbahn" ein hohes Schmiergeld gezahlt.
    Es kann/darf doch nicht sein, dass Privatunternehmen der Pannenbahn Konkurrenz machen. Das muss mit "Steuergeldern" unbedingt verhindert werden.
    Und wenn die Fernbusse dann auch noch einen besseren Service anbieten, kann die DB das nicht hinnehmen.

    Die DB bietet doch einen "Superservice". Verspätungen dienen der "Entschleunigung". Im Sommer gibt es gratis Saunagänge, im Winter werden die "Bahnkunden" schockgefrostet. Die Toiletten sind geschlossen wegen "Ebola-Gefahr".
    Und wenn sich dann auch noch solche "Parasiten" wie Fernbusse bilden, ist die Sicherheit Deutschlands gefährdet. Wir solche "staatstragenden Zwergengewerkschaften" wie die GDL, welche die Bahnkunden in ihrem Streit mit der EVG in Geiselhaft nehmen.
    Und will Pofalla (CDU) nicht als Lobbyist zur DB wechseln?

  • ... die Schlagzeile schnell verschoben?

    wurde schon aufgezeigt
    hier:
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/fernbus-contra-deutsche-bahn-umsteigen-bitte/v_detail_tab_comments/10375860.html?pageNumber=1&commentSort=debate


    und die D-Bahn erhält ab 2014 ganze 1 Mrd. zusätzlich zu nunmehr 6,8 Mrd./EUR/Jahr
    Karstadt ist dummerweise Privatwirtschaft, kein Staatsumsorgter Dilettantimus möglich?


    der Hintergrund dazu
    hier:
    >>http://homment.com/1933_reloadet<<

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