Autovermieter Sixt erhöht die Preise

Deutschlands größte Autovermietung Sixt will den Dämpfer durch die Wirtschaftskrise mit weiteren Preiserhöhungen und einem straffen Kostenmanagement abfangen.
Erich Sixt ist zufrieden: Der Laden läuft. Quelle: ap

Erich Sixt ist zufrieden: Der Laden läuft.

(Foto: ap)

HB MÜNCHEN. Seit einigen Wochen würden die Preise wie angekündigt bei Geschäfts- und Firmenkunden um bis zu zehn Prozent angehoben, sagte Konzernchef Erich Sixt am Dienstag auf der Hauptversammlung in München. „Sie sehen mich fest entschlossen, diese Preiserhöhung, die betriebswirtschaftlich unverzichtbar ist, durchzusetzen.“ Die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens habe sich im bisherigen Jahresverlauf erwärtungsgemäß in etwa stabil entwickelt.

Vom zweiten Quartal an könne Sixt zudem von positiven Effekten aus der Flottenverkleinerung profitieren, sagte Sixt. Generell helfe dem Unternehmen das derzeit knappe Mietwagen-Angebot, da alle Vermieter vorsichtig kalkulierten. Besonders drastisch sei das an Ferienzielen wie auf Mallorca zu beobachten, wo zwei örtliche Anbieter pleitegegangen seien. Das habe die Mietpreise auf der Urlaubsinsel im Jahresvergleich deutlich in die Höhe getrieben. Seine Prognose, dass der Konzern im Gesamtjahr ein deutlich positives Ergebnis vor Steuern erreicht, bekräftigte der Konzernchef.

Im vergangenen Jahr war das Vorsteuerergebnis des Unternehmens wegen hoher Fuhrpark- und Finanzierungskosten von knapp 138 Millionen Euro im Vorjahr auf 86,7 Millionen Euro eingebrochen. Vor diesem Hintergrund wollte Sixt auch seine Dividende kürzen auf 80 Cent je Stammaktie (Vorjahr: 1,18 Euro) und 82 Cent je Vorzugsaktie (Vorjahr: 1,20 Euro). Das erste Quartal 2009 schloss der Konzern dann mit einem Umsatzrückgang um 7,2 Prozent auf 376,7 Mio. Euro und einem Fehlbetrag von 26,5 ab.

Nach drei guten Quartalen sei das Wachstum im Schlussquartal 2008 praktisch über Nacht abgebrochen, sagte Sixt. Den Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf alle Branchen, die im Reisegeschäft tätig seien, habe sich auch sein Unternehmen nicht entziehen können. Autos zu mieten dürfte sich aber als günstigste Transportmöglichkeit für die Unternehmen erweisen, erwartet der Konzernchef. In der Krise will er nun die Flotte weiter knapp halten, um so auch die Auslastung zu optimieren.

„Wir müssen natürlich in allen Teilen des Unternehmens sparen“, sagte Sixt, der mit 57 Prozent der Stammaktien Hauptaktionär des Unternehmens ist. Die Preise für Privatkunden hatte der Konzern bereits Ende vergangenen Jahres um drei bis fünf Prozent angehoben.

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