Autovermieter
Sixt will Nummer eins in Europa werden

In drei Jahren will der Autovermieter die Nummer Eins in Europa sein. Erich Sixt ist dabei auf einem guten Weg, das Unternehmen steigerte den Gewinn um fast 40 Prozent.
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Deutschlands größter Autovermieter Sixt hat 2011 so viel Geld verdient wie nie zuvor. Unter dem Strich verbuchte der Konzern 97,5 Millionen Euro Gewinn, satte 37,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Sixt profitierte angesichts der guten Konjunktur von der wachsenden Zahl Geschäftsreisender, stabilen Vermietpreisen und guter Geschäfte auch im Ausland. „Das Ergebnis des vergangenen Jahres ist herausragend und übertrifft unsere Erwartungen“, teilte Firmenchef Erich Sixt am Donnerstag in München mit - und bremste die Erwartungen für das laufende Jahr. Angesichts von Schuldenkrise und der tristeren Konjunkturaussichten in Europa stellt sich Sixt auf Gegenwind ein.
Dennoch sei er zuversichtlich, dass auch 2012 am Ende ein gutes Jahr werden wird. „Sixt ist operativ und finanziell gut gerüstet, um auch 2012 trotz eines deutlich schwierigeren Marktumfelds erneut einen sehr zufriedenstellenden Konzerngewinn zu erwirtschaften“, sagte Sixt. Dennoch dürfte das hohe Ergebnisniveau des Jahres 2011 nur schwer zu erreichen sein. Der Umsatz stieg im Gegensatz zum Gewinn 2011 nur leicht um 1,7 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro. Sixt verzichtet seit einiger Zeit geplant auf weniger gewinnträchtige Geschäfte und damit auch auf Umsatz, wie es aussieht mit Erfolg.

Bis 2015 will Sixt in Europa an den Branchenriesen Europcar, Avis und Hertz vorbeiziehen und Nummer 1 werden. Auf diesem Weg sei der Konzern 2011 voran gekommen. „Rechtzeitig in unserem Jubiläumsjahr unterstreichen wir damit unseren Anspruch, zu den profitabelsten Mobilitätsdienstleistern der Welt zu gehören.“ Vor allem im Ausland außerhalb Europas versucht Sixt Fuß zu fassen, um die Abhängigkeit von den Märkten auf dem Heimatkontinent mittelfristig zu verringern.

2011 setzte Sixt dazu zum Sprung auf den riesigen und hart umkämpften US-Markt an, zunächst mit wenigen Stationen. Auch in Thailand starteten die Oberbayern jüngst in den Vermietmarkt. Hoffnung setzt Sixt unter anderem auch auf neue Angebote wie das Car-Sharing-Projekt mit BMW DriveNow.

Das Rekordjahr dürfte auch die Aktionäre erfreuen - und damit auch die Großaktionärsfamilie Sixt: Das Unternehmen will die Dividende je Stammaktie von 50 auf 60 Cent erhöhen und dazu einen Bonus von 15 Cent ausschütten. Damit würden rund 38 Prozent des Gewinns an die Anteilseigner fließen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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