Autovermietung
Sixt stellt sich auf schwere Zeiten ein

Carsharing und das US-Geschäft belasten das Ergebnis des Autovermieters Sixt. Der Gewinn geht um 11,2 Prozent zurück - und der Ausblick ist trübe. Die konjunkturellen Risiken für die zweite Jahreshälfte nehmen zu.
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MünchenDer Autovermieter Sixt hat im ersten Halbjahr deutlich weniger Gewinn eingefahren. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sackte auf 63,4 Millionen Euro ab, das sind 11,2 Prozent weniger als vor Jahresfrist, wie der Konzern aus Pullach bei München am Dienstag mitteilte. Höhere Ausgaben sowie Anlaufkosten für den Aufbau des Geschäfts im weltgrößten Vermietmarkt USA und für die Carsharing-Firma DriveNow, die Sixt gemeinsam mit BMW betreibt, drückten den Gewinn.

„Wir haben in den USA erfolgreich Fuß gefasst“, sagte Finanzchef Julian zu Putlitz. Beim Start von DriveNow in San Francisco ist Sixt allerdings nicht mit an Bord, die Tochter dort gehört vollständig BMW. Von einem „Abnabelungsprozess“ wollte zu Putlitz aber nicht sprechen.

Insgesamt hätten sich alle Zahlen im Rahmen der Erwartungen entwickelt und seien angesichts der Lage in Europa „sehr ordentlich“, sagte zu Putlitz. Auch wenn im Jubiläumsjahr zum 100. Geburtstag keinen neues Rekordjahr erreicht werde, gebe es keinen Grund zur Unzufriedenheit.

Nach Steuern ging das Ergebnis um 12,7 Prozent auf 43,8 Millionen Euro zurück. Der Konzernumsatz dagegen legte um 2,8 Prozent auf 777,1 Millionen Euro zu. Während die Erlöse in der Kernsparte Autovermietung kräftig anzogen, vor allem dank guter Geschäfte im Ausland, ging der Umsatz im Leasingsegment zurück.

Für die zweite Jahreshälfte rechnet Sixt mit schwierigeren Rahmenbedingungen. Die weltweiten Konjunkturrisiken wüchsen und drohten zunehmend auch auf Deutschland überzugreifen, wo der Autovermieter den Großteil seines Geschäfts macht. Vorstandschef Erich Sixt bekräftigte aber seine Gewinnprognose, wonach er 2012 „mit einem erfreulichen Ergebnis“ abschließen werde.

Das EBT soll jedoch unter dem Rekordwert von 2011 liegen. Beim Umsatz kündigte Sixt eine leichte Steigerung an, getragen vor allem von Wachstum bei den Vermietungserlösen. Bei den Leasingumsätzen wird jetzt ein leichter Rückgang erwartet; bisher hielt das Unternehmen auch hier ein Plus für möglich.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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