Autozulieferer

Elring-Klinger erhält mehr Leichtbau-Aufträge

Der Autozulieferer Elring-Klinger hat mehr Leichtbau-Aufträge an der Angel. Zuletzt hatte das Unternehmen mit hohen Kosten zu kämpfen. Jetzt setzt es auf Elektroautos.
Im Juli musste ElringKlinger seine Prognose für den Betriebsgewinn 2016 um 20 Millionen Euro auf 140 bis 150 (Vorjahr: 135) Millionen Euro kappen. Quelle: dpa
Automobilzulieferer ElringKlinger

Im Juli musste ElringKlinger seine Prognose für den Betriebsgewinn 2016 um 20 Millionen Euro auf 140 bis 150 (Vorjahr: 135) Millionen Euro kappen.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer mit hohen Kosten kämpfende Autozulieferer Elring-Klinger hat größere Aufträge für Leichtbauteile in Aussicht. Es gebe Gespräche über Projekte mit mehreren Autoherstellern, erklärte Vorstandschef Stefan Wolf am Donnerstag. „Es geht um ein Potenzial von einigen hundert Millionen Euro, in einer Spanne von 300 bis 500 Millionen Euro für alle Projekte zusammen.“

Dazu werde das Unternehmen bis Jahresende Details bekanntgeben. Realisieren ließen sich die Projekte, etwa die Produktion von Frontend-Trägern aus Leichtmetall, voraussichtlich von 2017 bis 2019. Für die Leichtbauteile sieht der schwäbische Zulieferer zudem wachsendes Potenzial, wenn sich Elektroautos stärker durchsetzen sollten.

Ein Stück vom Kuchen will Elring-Klinger auch bei der Produktion von Partikelfiltern für Benzinmotoren abbekommen, deren Einführung nach Daimler auch Volkswagen ankündigte. Elring-Klinger könnte hier Teile für Abschirmtechnik zuliefern. In dieser Sparte kämpft der Weltmarktführer für Zylinderkopfdichtungen allerdings schon länger mit Kapazitätsengpässen und hohen Produktionskosten in der Schweiz.

Der Betriebsgewinn (Ebit) schrumpfte deshalb im zweiten Quartal um mehr als acht Prozent auf 36 Millionen Euro.

Das sind die größten Autozulieferer
Platz 14: Valeo
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14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der französische Autozulieferer im vergangenen Jahr. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass jedes dritte Auto in Europa mit einer Valeo-Kupplung fährt.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

Platz 13: Goodyear
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Der US-Konzern ist der weltweit drittgrößte Reifenhersteller und kam 2015 auf einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

Platz 12: Lear Corporation
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Der amerikanische Zulieferer stattet vor allem das Innenleben der Autos aus, unter anderem mit Sitzgarnituren. Mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro kommt Lear auf Rang zwölf.

Platz 11: Faurecia
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Der französische Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile. Die weltweit fast 100.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr 20,7 Milliarden Euro.

Platz 10: Michelin
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Der traditionsreiche französische Reifenhersteller kam 2015 auf einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro.

Platz 9: Johnson Controls
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Eine Batterie steht im Werk Johnson Controls in Hannover auf einem Produktionsband. Der Mischkonzern produziert und vertreibt Innenausstattungen und Elektroniksysteme vieler Autohersteller. Umsatz: 23,9 Milliarden Euro.

Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Das japanische Unternehmen ist vor allem für seine Reifen bekannt. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.

Im Juli musste der SDax-Konzern seine Prognose für den Betriebsgewinn 2016 um 20 Millionen Euro auf 140 bis 150 (Vorjahr: 135) Millionen Euro kappen.

Am Donnerstag legte die Elring-Klinger Aktie um 4,5 Prozent auf 16,65 Euro zu, liegt aber immer noch deutlich unter dem Kurs vor der Prognosesenkung. Mitte Juli hatten die Papiere noch bei 18,50 Euro notiert.

  • rtr
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