Bahn-Konkurrent: HKX muss drei Millionen Euro sparen

Bahn-Konkurrent
HKX muss drei Millionen Euro sparen

Der Bahn-Konkurrent HKX fährt immer noch in den roten Zahlen. Jetzt zieht das Unternehmen die Notbremse: Es dünnt den Fahrplan aus, um die Kosten zu senken.
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DüsseldorfDer private Bahnbetreiber Hamburg-Köln-Express (HKX) muss seine Kosten deutlich senken, um profitabel zu werden. Nach Informationen des Handelsblatts (Freitagausgabe) wird der Fahrplan Anfang März ausgedünnt. Zu bestimmten Zeiten fährt dann nur noch ein Zugpaar statt bislang drei pro Tag. Erhofftes Einsparvolumen nach Informationen des Handelsblatts aus Branchenkreisen: drei Millionen Euro pro Jahr.

Was HKX-Chefin Eva Kreienkamp als „Anpassung des Verkehrsangebots an die Nachfrage“ verkauft, ist im Kern nichts anderes als die Betätigung der Notbremse. Gut anderthalb Jahre nach dem Start im Juli 2012 fährt HKX immer noch in den roten Zahlen. Schon Ende 2012 summierten sich die Verluste auf 10,3 Millionen Euro. 2013 dürften weitere drei bis vier Millionen Euro Fehlbetrag hinzugekommen sein, heißt es.

HKX machte im Geschäftsjahr 2013 rund 12 Millionen Euro Umsatz. Monatlich benutzen bis zu 50.000 Fahrgäste die Verbindung zwischen der Rheinmetropole und der Hansestadt. Kunden berichten von häufigen Ausfällen und Verspätungen. Auch das will HKX mit dem ausgedünnten Fahrplan abstellen. Denn die verkehrsarmen Wochentage sollen zur Wartung und Instandsetzung des Wagenparks genutzt werden.

Am Wochenende und an „besonders begehrten Reisetagen“ will HKX dann die Züge verlängern. Im Einsatz sind unter anderem über 40 Jahre alte Fahrzeuge des ehemaligen Rheingold-Express der damaligen Bundesbahn. Diese sind besonders wartungsintensiv.

Dieter Fockenbrock
Dieter Fockenbrock
Handelsblatt / Chefkorrespondent

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