Bahn-Tochter Railion lehnt Kommentar ab
Bahn hat angeblich Interesse an Green Cargo

Nach Informationen aus Investmentbanker-Kreisen führt die Deutsche Bahn Gespräche über den Kauf von Green Cargo, dem staatlichen schwedischen Schienenfracht-Unternehmen.

HB STOCKHOLM. „Es gibt seit einiger Zeit Gespräche zwischen Green Cargo und der Deutschen Bahn“, sagte ein schwedischer Investmentbanker der Nachrichtenagentur Reuters. In anderen Kreisen hieß es: „Von Seiten der Deutschen Bahn gibt es Interesse. Wo es Rauch gibt, gibt es auch ein Feuer.“ Die Deutsche-Bahn-Tochter Railion lehnte am Donnerstag einen Kommentar dazu ab. Das schwedische Industrieministerium nahm zu den Angaben nicht Stellung.

Ein Railion-Sprecher sagte: „Tatsache ist, dass wir seit 2000 erfolgreich mit Green Cargo kooperieren.“ Generell sei Railion als führender europäisches Schienenfrachtunternehmen daran interessiert, sein Netzwerk weiter auszubauen. Green Cargo betreibt etwa 80 % der Frachtzüge in Schweden. Der Wert des Unternehmens wurde in den Bankenkreisen nicht beziffert. Die Gruppe hat etwa 3500 Angestellte und einen Umsatz von mehr als 680 Mill. €. Im vergangenen Jahr hatte Green Cargo einen Verlust nach Sonderposten von 21,5 Mill. € ausgewiesen.

Die Bahn-Tochter Railion hatte bereits 2001 in Dänemark ein Güterverkehrsunternehmen übernommen und in eine Landesgesellschaft Railion Danmark umgewandelt. Ein Tochterunternehmen gibt es auch in den Niederlande. In sechs weiteren Ländern bestehen Kooperationen. Railion machte 2002 4,3 Mrd. € Umsatz. Zahlen für 2003 liegen noch nicht vor.

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