Bahn und GDL einigen sich
Endlich keine Streiks mehr!

Die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL legen ihren Tarifstreit bei. Insgesamt unterschrieben die Konfliktparteien 16 Verträge. Die Schlichter verraten: Die Verhandlungen standen auf der Kippe.
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BerlinAufatmen bei Pendlern und Reisenden: Nach einem Jahr Verhandlungen und neun Arbeitskämpfen ist der härteste Tarifkonflikt in der Geschichte der Deutschen Bahn beendet. Das Unternehmen und die Lokführergewerkschaft GDL einigten sich auf einen Tarifvertrag, der am Mittwoch in Berlin präsentiert wurde. Fünf Wochen lang hatten die beiden Schlichter Bodo Ramelow (Linke), Thüringens Ministerpräsident, und Matthias Platzeck, Brandenburgs früherer Regierungschef, an der Lösung des festgefahrenen Konflikts gearbeitet. Streiks bei der Bahn sind nun bis Herbst 2016 ausgeschlossen.

„Damit können alle in Ruhe ihre Urlaubsfahrkarten kaufen“, feierte Ramelow den Erfolg. Die Bahn kann sich jetzt auf ihren Konzernumbau konzentrieren. Vorstandschef Rüdiger Grube arbeitet wegen der Schwierigkeiten in mehreren Geschäftsfeldern an gravierenden Änderungen. Die Arbeitnehmerseite ist alarmiert.

„Alles ist unterschrieben, der Tariffrieden ist hergestellt“, sagte Platzeck nach fünf Wochen Schlichtung. „Wir haben am Ende einen Abschluss mit Vernunft und Augenmaß hinbekommen.“ Nach dem neuen Tarifwerk soll das vom Parlament beschlossene Tarifeinheitsgesetz, das wohl noch im Juli in Kraft tritt, bis Ende 2020 bei der Bahn nicht greifen. Es hätte die kleine Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) in eine schwächere Position gebracht.

GDL-Chef Claus Weselsky dankte den beiden Schlichtern. Ihnen sei es gelungen, „zwei aufeinander zurasende Züge so einzulenken, dass sie am Ende des Tages die Kurve gekriegt haben“. Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber sprach von einem „überragenden Signal für unsere Kunden“: Die Streikgefahr sei gebannt.

Das Tarifpaket enthält einen Bundesrahmentarifvertrag für das gesamte Zugpersonal, das bei der GDL organisiert ist. Den gab es bisher nur für die Lokführer. Nun sind auch Zugbegleiter, Bordgastronomen, Lokrangierführer und Disponenten dabei – was eine Kernforderung der GDL war.

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Abbau von einer Million Überstunden

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  • Kann die DGL nun abweichenden Tarifverträge abschließen? Also unterschiedliche Behandlung gleicher Tätigkeiten? Das steht nicht im Artikel. Wenn SPD und Linke schlichten, kann da ja eigentlich nur Dünnpfiff rauskommen. Asl Steuerzahler, der hinter der Bahn als Staatsunternehmen steht, müsste man die Schlichtung ablehnen.

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