Bahn-Vorstand berät neue Strategie für Börsengang
Erneut Rückendeckung für Mehdorn

Nachdem die Börsenpläne von Hartmut Mehdorn zunächst gescheitert sind will der Bahnchef nun die Strategie des Unternehmens neu ausrichten. Unterdessen hat die Bundesregierung einem Zeitungsbericht widersprochen, dem zufolge sie einen Nachfolger für den umstrittenen Bahnchef Hartmut Mehdorn sucht.

HB BERLIN. Bahnchef Hartmut Mehdorn rief für diesen Montag den Bahn-Vorstand zu einer Sondersitzung zusammen. Verkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) mahnte beim Bahn- Vorstand eine Verbesserung der Leistungen des Unternehmens an. Den Zeitraum für einen Börsengang ließ er anders als Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) offen.

Nach der zweiten Preiserhöhung in diesem Jahr müssen Bahnunternehmen ab 1. Januar mit einem erneuten Anstieg der Energiekosten rechnen. Ein Konzernsprecher bestätigte dem „Tagesspiegel am Sonntag“, dass die Versorgertochter der Bahn, die DB Energie, Bahnkonkurrenten vor kurzem über einen Preisanstieg zum 1. Januar 2005 informierte. Die Höhe des Anstiegs ist aber noch unklar.

Stolpe sagte der „Bild am Sonntag“: „Zentral sind Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, guter Service.“ Auch mit ihrem Preissystem sei die Bahn „noch lange nicht am Ende aller Wege“. Der Minister wollte sich nicht auf 2008 als Jahr des Börsengangs festlegen. „Niemand jagt uns. Das könnte 2008 passieren, das Datum ist aber kein Dogma“. Mehdorn will laut „Welt am Sonntag“ am Montag mit dem Bahnvorstand über eine überzeugende Strategie zum Erreichen der Börsenfähigkeit bis 2008 nachdenken.

Am Mittwoch trifft er dann im Verkehrsausschuss voraussichtlich auf die Parlamentarier von Union, SPD, Grünen und FDP, die seine Börsenpläne kritisieren und in den vergangenen Tagen immer wieder seinen Rücktritt gefordert hatten. Mehdorn hält nach Darstellung der „Welt am Sonntag“ unbeirrt daran fest, die Bahn nur gemeinsam mit dem Schienennetz an die Börse zu bringen. Der FDP-Politiker Horst Friedrich sagte der Zeitung dagegen: „Einen Börsengang mit Netz wird es nicht geben. Die Mehrheit lehnt dies ab.“

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