Bahngewerkschaft
Transnet will mindestens sechs Prozent mehr Lohn fordern

Die größte Bahngewerkschaft Transnet rechnet damit, in die kommende Lohntarifrunde mit mindestens einer Forderung von mindestens sechs Prozent mehr Lohn zu gehen. Dies zeichne sich nach Gesprächen in den Betrieben ab, sagte der stellvertretende Vorsitzende und Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Alexander Kirchner, einem Medienbericht zufolge.

HB BERLIN. Über die konkrete Tarifforderung für die rund 130 000 Beschäftigten werde am Dienstag bei einem Treffen mit 600 Mitgliedern entschieden, sagte Kirchner der "Berliner Zeitung" vom Samstag. Die Verhandlungen sollen nach Angaben Kirchners im Januar beginnen. Die Friedenspflicht läuft Ende desselben Monats aus.

In der vergangenen Lohnrunde hatte die Tarifgemeinschaft der Bahngewerkschaften eine Erhöhung von 4,5 Prozent sowie eine Gesamtsteigerung von zehn Prozent zwischen 2007 und 2010 durchgesetzt. "Wir wollen die zehn Prozent aber in der kommenden Tarifrunde endgültig ausgestalten", sagte Kirchner. Zudem seien manche Berufsgruppen bisher leer ausgegangen und sollten nun eine stärkere Erhöhung bekommen. Auch bessere Arbeitszeiten für die Mitarbeiter gehörten zum Forderungskatalog. Vor allem sollten Schicht- und Wochenenddienste länger im Voraus geplant werden.

Schon in Kürze sollten mit der Deutschen Bahn Verhandlungen über die mittlerweile 3500 im Unternehmen eingesetzten Leiharbeitern geführt werden. "Wir haben den Tarifvertrag für die Zeitarbeit gekündigt und wollen in den neuen Verhandlungen die Bedingungen für die Mitarbeiter deutlich verbessern", sagte Kirchner. Auch wollten die Gewerkschaften darauf dringen, dass Leiharbeiter wie eigentlich bereits jetzt vorgesehen, nach 24 Monaten fest angestellt werden müssten.

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