Bahnstreik
Wo Reisende sich informieren können

Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) macht Ernst. Von Mittwoch 12 Uhr an bestreikt sie den Güterverkehr, von Donnerstag 2 Uhr an kommt der Personenverkehr hinzu. Dann sollen auf der Schiene alle Räder still stehen – bis Samstag, 2 Uhr. Was Reisende jetzt wissen sollten.

HB FRANKFURT. Die Bahn will den totalen Stillstand verhindern und hat angesichts der Streik-Ankündigung im Personenverkehr für diesen Donnerstag und Freitag Notfahrpläne eingerichtet.

Wie wird der Streik sich auswirken?

Im Fernverkehr sollen der Bahn zufolge trotz der Arbeitsniederlegungen zwei Drittel der Züge fahren, vor allem ICE, internationale Verbindungen sowie Auto- und Nachtzüge, wie der Konzern am Mittwoch in Berlin mitteilte. Etliche Intercity fallen dagegen aus. Im Regionalverkehr sollen bis zu 50 Prozent der Züge rollen. Regional sei mit starken Unterschieden zu rechnen, vor allem Ostdeutschland dürfte aber stark von Störungen betroffen sein. Die Ersatzfahrpläne sind im Internet unter » www.bahn.de/aktuell einsehbar.

Wo gibt es noch Informationen?

Reisende, die sich über die aktuelle Lage im Bahnverkehr informieren möchten, können sich an die kostenfreie Telefonnummer 08000 99 66 33 wenden. Aus dem Ausland ist dieser Service unter +49 1805 33 44 44 erreichbar, die Gebühren variieren je nach Herkunftsland und Anbieter. Detaillierte Informationen gibt es auf » www.bahn.de/ris. Benutzer von Handys und anderen mobilen Endgeräten können Informationen unter mobile.bahn.de/ris abrufen.

Was passiert mit Tickets, die wegen des Streiks nicht eingelöst werden können?

Wer an einem Streiktag wegen Zugausfällen oder Verspätungen seine Reise gar nicht erst antritt, konnte den Fahrschein laut Bahn bisher umtauschen oder sich den Fahrpreis erstatten lassen. Auch Zeitkarten der Deutschen Bahn wurden gebührenfrei anteilig erstattet, sofern der Geltungsbereich von Streiks betroffen ist. Allerdings hat die Bahn auf die geltenden Umtausch- und Erstattungsregeln in Verkehrsverbünden hingewiesen. Auch für Sitzplatzreservierungen konnten Fahrgäste bei früheren Streiks ihr Geld zurückverlangen.

Darf man bei einem verpassten oder ausgefallenen Zug in den nächstmöglichen steigen?

Reisende können laut Bahn auch in einen höherwertigen Zug steigen. Bei speziellen Angeboten mit Zugbindung soll die Festlegung auch aufgehoben werden. Wer lieber umkehrt, bekommt den Fahrpreis erstattet.

Darf man angesichts des Streiks länger schlafen und einfach später zur Arbeit kommen?

Davor warnen Arbeitsrechtler eindringlich. Denn für pünktliches Erscheinen ist nicht der Nahverkehr, sondern der Arbeitnehmer selbst verantwortlich. Er muss zumutbare Vorkehrungen treffen, um zur Arbeit zu kommen. Das bedeutet zum Beispiel, aufs Auto auszuweichen, mit dem Rad zu fahren oder Fahrgemeinschaften zu bilden. Ist eine Verspätung nicht zu vermeiden, ist es besonders wichtig, Bescheid zu geben. Andernfalls droht nach Ansicht des Deutschen Anwaltvereins eine Abmahnung.

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