Balda bildet Aufsichtsrat um
Ehemalige Balda-Tochter baut 130 Stellen ab

Die frühere deutsche Handyschalen-Sparte des angeschlagenen Zulieferers Balda streicht nach dem Verkauf an die Hanse Industriekapital-Beteiligungs-GmbH (HanseIK) Stellen. Insgesamt 130 Arbeitsplätze der heutigen Heinze Solutions GmbH sollten abgebaut werden.

HB HERFORD. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Herford mit. Mehr als 120 Stellen blieben laut Verhandlungsergebnis mit dem Betriebsrat erhalten. Die betroffenen Beschäftigten könnten in eine Transfergesellschaft wechseln. HanseIK hatte über zwei Töchter sowohl die Balda Solutions Deutschland GmbH als auch die Balda Werkzeugbau GmbH übernommen. Der Werkzeugbau sei von den Plänen nicht betroffen. Balda hatte die defizitäre Sparte im Mai im zweiten Anlauf binnen fünf Monaten an die HanseIK verkauft und dafür einen "höheren, einstelligen Millionenbetrag" als Mitgift zahlen müssen. Die Hamburger HanseIK hatte Balda Anfang 2007 bereits die Balda Heinze GmbH und die Hero Galvanotechnik GmbH (beide Herford) sowie die Sächsische Metall- und Kunststoffveredelungs GmbH in Oberlungwitz abgekauft.

Unterdessen will Balda den Aufsichtsrat umbilden und verkleinern. Die Mitgliederzahl des Gremiums soll laut Einladung zur Hauptversammlung am 29. Juli von sechs auf drei sinken. In den Aufsichtsrat einziehen soll Michael Naschke, Anwalt des einstigen Vorzeige-Jungunternehmers Lars Windhorst. Dies bestätigte Naschke dem "Handelsblatt" (Dienstag). Sein Mandant Windhorst ist Geschäftsführer der Investmentfirma Vatas, deren Muttergesellschaft Sapinda 8,4 Prozent der Balda-Anteile halte. Kürzlich hatte Balda bekanntgegeben, noch kein Ergebnis bei Gesprächen mit Banken und Investoren über eine finanzielle Neuordnung erzielt zu haben.

Außerdem werde sich Michael Sienkiewicz den Aktionären zur Wahl stellen. Der Unternehmensberater aus San Francisco gelte als Vertrauter von Michael Chiang, dessen Familie 15,3 Prozent der Balda - Anteile hält. Chiang leitet außerdem das Asiengeschäft von Balda. Dazu zählt die chinesische Tochter TPK, die dem Vernehmen unter anderem berührungsempfindliche Bildschirme für das Apple-Mobiltelefon iPhone herstellt

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