Bank appelliert an Gläubigerkonsortium, sich an die Vereinbarungen zu halten
"Karstadt ist noch nicht dauerhaft gerettet"

Die BayernLB als größte Gläubigerbank des Karstadt-Quelle-Konzerns sieht den angeschlagenen Handelskonzern auch nach der Verständigung mit den Arbeitnehmern und dem Stillhalteabkommen der Banken bis zum Jahresende noch nicht dauerhaft gerettet.

HB DÜSSELDORF. Bayern-LB-Vorstandschef Werner Schmidt habe davor gewarnt, dass der Essener Konzern angesichts der anhaltenden Diskussionen und Spekulationen nicht seine geplanten Umsätze erzielen könnte, sagte ein Sprecher der Bank am Donnerstag. Schmidt habe am Abend zuvor in Nürnberg gesagt, dass noch viele Fragen offen seien. Der Sprecher bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Der Chef der BayernLB habe zum Beispiel die Bewertung der Lagerbestände und der Pensionsrückstellungen genannt.

Schmidt habe an alle Banken im Gläubigerkonsortium appelliert, sich an die Vereinbarungen zu halten, sagte der Sprecher weiter. Er habe auch an die Verantwortung der Anteilseigner erinnert. „Eine Zerschlagung bedeutet immer wesentlich höhere Verluste“, habe Schmidt eine mögliche Konsequenz angedeutet, die bei einem Scheitern der Finanzierung und der geplanten Kapitalerhöhung denkbar sei. Der Bankchef halte die Rettung von Karstadt-Quelle für nötig. Entscheidend dafür sei ein plausibles Sanierungskonzept.

Bankenkreisen zufolge ist die BayernLB mit rund 275 Millionen Euro bei dem angeschlagenen Konzern engagiert. Mit jeweils rund 100 Millionen Euro sollen demnach die Dresdner Bank, die Commerzbank, ABN Amro, die HVB und die Helaba engagiert sein. Geringere Summen schuldet Karstadt-Quelle unter anderem der WestLB, der NordLB und der Societe Generale.

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