Basel und Zürich mögliche Germanwings-Standorte
Eurowings auf Steigflug

Eurowings konnte im ersten Halbjahr 2004 vor Steuern einen Gewinn verbuchen. Ihre Billigflug-Tochter Germanwings soll erstmals schwarze Zahlen schreiben.

HB KÖLN. Auf das Gesamtjahr blickt die Eurowings Luftverkehrs AG optimistisch. Den Berliner Flughafen Schönefeld will Germanwings wegen der dortigen Präsenz des Rivalen Easyjet nicht zu einem weiteren Standort neben Köln/Bonn und Stuttgart ausbauen.

In den ersten sechs Monaten 2004 habe Eurowings vor Steuern das Ergebnis um 17,7 Millionen Euro auf plus zwei Millionen Euro gesteigert, teilte Eurowings-Vorstandsmitglied und Germanwings-Vorstandschef Joachim Klein am Mittwoch am Köln/Bonner Flughafen mit. „Das liegt insbesondere daran, dass wir bei Germanwings die Verluste dramatisch zurückgeführt haben, obwohl wir dort das Angebot erheblich ausgeweitet haben“, sagte Klein. 2003 hatte Eurowings im Konzern den Umsatz um 8,1 Prozent auf 634 Millionen Euro und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um drei auf elf Millionen Euro gesteigert.

Der positive Trend im Konzern halte im laufenden Jahr weiter an, sagte Klein. Per Ende Juni habe die Zahl der Passagiere mit drei Millionen um 18,4 Prozent über dem Vorjahreswert gelegen. Der Sitzladefaktor sei im ersten Halbjahr konzernweit um 5,8 Prozentpunkte auf 71,1 Prozent gestiegen.

Germanwings erwartet im Gesamtjahr erstmal Gewinn

Die zu Eurowings gehörende Billigfluglinie Germanwings habe ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2004 um 80,1 Prozent auf 101 Millionen Euro gesteigert, sagte Klein, der damit erstmals Umsatzzahlen für die neue Airline nannte. Für das Gesamtjahr gehe Germanwings von einem Umsatz von 230 Millionen Euro aus. Seit April schreibe Germanwings schwarze Zahlen, betonte Klein. „Für das Gesamtjahr erwarten wir eine schwarze Null.“ Er rechne mit einem kleinen Plus von rund einer Million Euro nach Steuern.

Im ersten Halbjahr sei die Zahl der Germanwings-Passagiere um 43,2 Prozent auf 1,5 Millionen gestiegen, sagte er weiter. Im Gesamtjahr rechne das Unternehmen nun mit 3,5 bis 4,0 Millionen Passagieren. Die durchschnittliche Auslastung habe Germanwings um 0,6 Prozentpunkte auf 80,9 Prozent erhöht. „Damit haben wir unser Ziel erreicht, 80 Prozent und mehr zu erreichen.“

Germanwings werde im kommenden Winter die Zahl der Flugzeuge an den Standorten Köln/Bonn und Stuttgart von derzeit zehn auf 13 erhöhen, womöglich auch auf 14. Zielvorgabe für 2005 seien 16 Flugzeuge. Den Flughafen Berlin-Schönefeld werde Germanwings aber nicht zu einem weiteren Standort machen, kündigte Klein an. „Nachdem sich dort Easyjet ausbreitet, ist Berlin für uns leider verloren.“ Germanwings ziehe jetzt unter anderem Zürich und Basel als weitere Standorte in Betracht. Schönefeld bleibe aber ein wichtiger Zielflughafen für Germanwings.

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