Batteriehersteller: Varta sagt Börsengang ab

Batteriehersteller
Varta sagt Börsengang ab

Weil Großaktionär Montana Tech kurzfristig einen Rückzieher macht, wird Batteriehersteller Varta nicht an die Börse zurückkehren. Grund sei ein „ungünstiges Marktumfeld“. Ob die Entscheidung endgültig ist, bleibt offen.
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FrankfurtDer Batteriehersteller Varta kehrt vorerst nicht an die Börse zurück. Zu wenige Investoren wollten die Aktien zeichnen. Das Unternehmen aus dem schwäbischen Ellwangen machte dafür am Dienstag das „gegenwärtig ungünstige Marktumfeld“ verantwortlich. Die Schwankungen an den Börsen waren allerdings zuletzt schwächer ausgefallen als nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl erwartet worden war. Varta hatte das Emissionsvolumen bereits auf 150 Millionen von 200 Millionen Euro zurückgeschraubt.

Mit dem Geld wollte das Unternehmen eine neue, 50 Millionen Euro teure Fabrik für Mikrobatterien bauen und das neue Geschäft mit Batterien zur Speicherung von Energie etwas aus Photovoltaik-Anlagen mit Zukäufen ausbauen. Ob die Börsenpläne später wieder aufgenommen würden, ließ Varta offen. „Unterschiedliche Optionen zur Wachstumsfinanzierung“ würden geprüft, hieß es in der Mitteilung nur. Varta gehört bisher komplett der Holding Montana Tech des österreichischen Investors Michael Tojner.

Bis zum Ende der Zeichnungsfrist am Dienstag lagen offenbar nicht einmal Kaufaufträge für 150 Millionen Euro vor. Gewöhnlich muss die Nachfrage doppelt so hoch sein wie das Aktienangebot, um einen Börsengang zum Erfolg zu führen. Varta hatte die Aktien für 9,00 bis 12,50 Euro angeboten. Damit wäre das Unternehmen mit 416 bis 520 Millionen Euro bewertet worden. Drei Viertel des Umsatzes von knapp 200 Millionen Euro erwirtschaftet Varta mit Knopfzellen für Hörgeräte, Uhren und Kameras.

Die Industriellenfamilie Quandt (BMW) hatte die alte, mehr als 120 Jahre alte Varta AG 2002 zerschlagen. Das Geschäft mit Autobatterien ging damals an den US-Autozulieferer Johnson Controls. Die Haushaltsbatterien wurden an Rayovac (heute Spectrum Brands ) verkauft. Tojner kaufte die kleinste Sparte, die Mikrobatterien.

Mit dem Aus für die Börsenpläne bleibt es in Frankfurt in diesem Jahr bei acht Neuemissionen. Mit 5,2 Milliarden Euro liegt das Emissionsvolumen deutlich unter den sieben Milliarden Euro von 2015. Der Löwenanteil entfiel mit 4,6 Milliarden auf die RWE -Ökostromtochter Innogy. Mehr als 100 Millionen Euro sammelten nur der Hamburger Windanlagenbauer Senvion und der Arzneimittelversender Shop Apotheke ein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Batteriehersteller: Varta sagt Börsengang ab"

Alle Kommentare
  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

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