Batterieprobleme überwunden?
„Dreamliner“ besteht Testflug

Die Zeit des Stillstands für Boeings „Dreamliner“ könnte schon bald vorbei sein. Die umgebauten Batterien scheinen sich in einem ersten Test in der Luft bewährt zu haben.
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SeattleBoeing macht Fortschritte bei seinem Bemühen, den seit zwei Monaten am Boden stehenden Vorzeigejet „Dreamliner“ wieder in die Luft zu bekommen. Eine Maschine mit überarbeiteten Batterien absolvierte am Montag einen ersten Flug. Der Jet hob dabei gegen Mittag (Ortszeit) vom Werksgelände in Everett nahe Seattle ab und war gut zwei Stunden in der Luft.

„Laut der Crew hat alles nach Plan funktioniert“, erklärte ein Firmensprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Es müssten nun die gesammelten Daten ausgewertet werden. In den kommen Tagen könne dann mit dem Genehmigungsverfahren begonnen werden.

Boeing muss die veränderten Batterien von der US-Flugaufsicht FAA absegnen lassen. Dazu gibt es Tests am Boden und einen weiteren sogenannten Demonstrationsflug. Dazu wird die gleiche Maschine wie beim absolvierten Testflug benutzt – ein Jet, der für die polnische Gesellschaft LOT bestimmt ist.

Geht alles glatt, könnten die 50 bis dato an Kunden ausgelieferten „Dreamliner“ wieder starten, sobald sie umgebaut sind. Der Airbus-Rivale könnte dann auch mit der zwischenzeitlich gestoppten Auslieferung neuer Maschinen fortfahren. Fluggesellschaften haben weitere rund 800 der besonders sparsamen Langstreckenflieger bestellt.

Die FAA hatte vor zwei Wochen grünes Licht für die Umbaupläne gegeben, mit denen Boeing die Batterieprobleme ein für allemal beheben will. Die einzelnen Zellen der Batterie werden dabei besser voneinander abgeschottet, um die Gefahr interner Kurzschlüsse zu minimieren. Ein Edelstahl-Gehäuse soll zusätzliche Sicherheit bieten.

Ein Kurzschluss hatte nach den vorläufigen Ermittlungen der US-Sicherheitsbehörde NTSB zu einem Feuer in einem am Boden stehenden „Dreamliner“ in Boston geführt. Als eine weitere Maschine kurz darauf wegen einer schmorenden Batterie in Japan notlanden musste, verhängten die Flugaufseher Mitte Januar ein weltweites Startverbot.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die abgebildete Maschine gehört der Polnischen Luftfahrtgesellschaft LOT. Die mutigen Polen sind mal wieder die Vorreiter der Technologie.

  • Warscheinlich werden einfach in Zukunft, während des Fluges, Ersatzbatterien von dem Bordingenieur gewechselt.

  • Läppisch: "2 Stunden ohne Probleme in der Luft". Die Flieger mit den plötzlich brennenden Batterien waren zuvor ohne Probleme hunderte Stunden in der Luft. Bislang ist die Fehlerursache nicht gefunden worden, stattdessen hat man sich darauf konzentriert, im Falle des Falles einen Batteriebrand einzudämmen. Mit anderen Worten: Von schmorenden und brennenden Batterien werden wir auch in Zukunft lesen. Nicht sehr vertrauenserweckend!

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