Baumärkte
Home Depot bleiben die Kunden weg

Von wegen Heimwerken ist angesagt. In der Krise kann davon erst einmal keine Rede mehr sein. Die weltgrößte Baumarktkette Home Depot bekommt die Kaufzurückhaltung der Verbraucher deutlich zu spüren.

HB ATLANTA. Die weltgrößte Baumarkt-Kette Home Depot ist wegen der Krise am US-Häusermarkt in die roten Zahlen gestürzt. Den US- Konzern belasten auch hohe Kosten für den laufenden Stellenabbau. Eine rasche Besserung sei angesichts der Konjunkturtalfahrt nicht in Sicht, warnte Konzernchef Frank Blake am Dienstag.

Home Depot machte im vierten Geschäftsquartal einen Verlust von 54 Mio. Dollar (42 Mio Euro). Ein Jahr zuvor stand unter dem Strich noch ein Gewinn von 671 Mio. Dollar. Der Umsatz fiel um 17 Prozent auf 14,6 Mrd. Dollar, wie der Konzern am Sitz in Atlanta (Georgia) mitteilte. Home Depot streicht gerade rund 7000 Jobs - etwa zwei Prozent aller Stellen - und macht mehr als 40 Standorte dicht.

Im Gesamtjahr 2008/2009 (1. Februar) brach der Gewinn um fast die Hälfte auf 2,3 Mrd. Dollar ein. Der Umsatz sank um knapp acht Prozent auf 71,3 Mrd. Dollar. Das laufende Geschäftsjahr werde genauso schwierig wie das zurückliegende, so Blake. Der Umsatz dürfte um neun Prozent sinken, das Ergebnis je Aktie um rund sieben Prozent.

Auch andere Baumarktketten leiden schwer unter dem Einbruch der Immobilienmärkte. Home Depots größter Konkurrent Lowe's gab in der vergangenen Woche für 2008 einen heftigen Ergebniseinbruch bekannt und kündigte an, die geplante Zahl der Neueröffnungen zurückzufahren.

Mit seinem um hohe Sondereffekte wie die den Konzernumbau und Abschreibungen bereinigten Ergebnis übertraf Home Depot die Erwartungen der Wall Street. Die Aktie stieg zum Start des US-Handels am Dienstag um mehr als sechs Prozent auf rund 19,90 Dollar.

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