Baumarkt
Baumarktkette Praktiker vergrößert Verluste

Die Baumarktkette Praktiker hat im ersten Quartal ihre Verluste vergrößert. Auch der Umsatz schrumpfte wegen der Kaufzurückhaltung der Kunden im Inland und fortdauernder Probleme im Auslandsgeschäft. Chef Wolfgang Werner bekräftigte seine Prognose für das Gesamtjahr.

HB KIRKEL. Die Baumarktkette Praktiker hat im ersten Quartal die Auswirkungen der Wirtschaftskrise deutlich zu spüren bekommen. In den für die Branche traditionell schwachen ersten drei Monaten verbuchte der saarländische Konzern einen deutlichen Umsatzrückgang und rutschte tiefer in die roten Zahlen, wie Praktiker am Mittwoch in Kirkel mitteilte. Allerdings hofft das Unternehmen auf bessere Geschäfte in den kommenden Monaten.

Neben der krisenbedingten Kaufzurückhaltung schränkte auch das schlechte Wetter die Bastelfreude der Heimwerker ein und verhagelte im ersten Vierteljahr das Geschäft deutlich. Für das gesamte Jahr rechnet der im M-Dax notierte Konzern allerdings auch bei einem Umsatzrückgang noch mit einem „angemessenen positiven“ Ergebnis, sagte Vorstandschef Wolfgang Werner. Eine konkrete Prognose für 2009 machte er aber nicht.

In den ersten drei Monaten des Jahres sanken die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund acht Prozent auf 795,6 Mio. Euro. Der saisonübliche operative Verlust (EBITA) vergrößerte sich von 20,8 Mio. auf ein Minus von 49,2 Mio. Euro. Praktiker ist nach dem nicht-börsennotierten Konkurrenten Obi die Nummer zwei auf dem deutschen Markt.

Er sei mit den Zahlen alles andere als zufrieden, sagte Werner. Das Ergebnis sei aber „nicht überraschend, vergleicht man das Marktumfeld von heute mit dem im Frühjahr 2008, als noch keiner ahnte, in welch atemberaubendem Tempo die damalige Finanzkrise auf inzwischen alle Bereiche der Realwirtschaft übergreifen sollte“.

Allerdings biete das April-Geschäft Grund zur Zuversicht. So sei das Deutschland-Geschäft im ersten Monat des zweiten Quartals besser gelaufen als im Vorjahr und habe die Umsatzverluste der ersten drei Monate schon zu einem großen Teil kompensieren können, sagte Werner.

Daher habe Praktiker auch die Zahl der Filialen mit Kurzarbeit verringert. Der Konzern hatte im März wegen der schwachen Nachfrage Kurzarbeit in einem Drittel der deutschen Filialen eingeführt. „Derzeit sind noch 32 Märkte in Kurzarbeit, rund 50 weniger als im Vormonat“, berichtete Werner.

Praktiker betreibt in Deutschland 241 gleichnamige Märkte sowie 76 Max-Bahr-Filialen. Hinzu kommen etwa 100 Märkte im Ausland, die meisten davon in Polen und Rumänien. In diesem Jahr will der Konzern die Zahl der Neueröffnungen deutlich beschränken, um Kosten zu sparen. Insgesamt beschäftigt Praktiker rund 30 000 Mitarbeiter.

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