Baumarkt-Kette
Insolvenzverwalter kämpft um Praktiker

In die Filialen der insolventen Praktiker-Baumärkte soll wieder der Alltag einkehren. Der Insolvenzverwalter setzt alles daran, den Geschäftsbetrieb abzusichern. Dennoch könnte die Marke Praktiker komplett verschwinden.
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HamburgBei der zahlungsfähigen Baumarktkette Praktiker soll der Verkauf so normal wie möglich weiterlaufen. Momentan seien Insolvenzverwalter und Unternehmensführung dabei, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag in Hamburg der Nachrichtenagentur dpa. Seinen Angaben zufolge geht es vor allem um die Absicherung von Warenlieferungen. Nachdem bisherige Sanierungsversuche gescheitert waren, hatte das Unternehmen vergangene Woche Insolvenz für acht Praktiker-Firmen sowie die AG beantragt. Zwei vorläufige Insolvenzverwalter wurden bestellt.

Insolvenzverwalter Christopher Seagon verschafft sich derzeit bei den acht Firmen mit ihren insgesamt rund 8600 Mitarbeitern einen Überblick über die wirtschaftliche Situation. Zu einem Sanierungskonzept könnten zu diesem Zeitpunkt noch keine Angaben gemacht werden, sagte der Sprecher.

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ könnte die Marke Praktiker verschwinden und die von der Insolvenz ausgenommene Filialkette Max Bahr mit mehr Standorten weiter existieren. Dazu plane das Management, alle funktionierenden Praktiker-Filialen in Max Bahr zu integrieren. Ziel sei eine Kette mit 180 bis 200 Filialen und einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro. Im Praktiker-Konzern war der Jahreserlöse 2012 doppelt so hoch.

Vorstandschef Armin Burger hatte zur Sanierung des Konzerns die Umstellung von Praktiker-Filialen auf die ertragsstärkere Marke Max-Bahr vorangetrieben. Von ihr gibt es aktuell 132 Standorte, bei Praktiker sind es 169 (Stand Ende März).

Für die Beschäftigten in den Praktiker-Tochterfirmen wurde die Finanzierung des Insolvenzgeldes angeschoben. Eine Bank übernimmt die Lohn- und Gehaltszahlungen für drei Monate - bei Praktiker von Juli bis einschließlich September 2013. Das Kreditinstitut holt sich das Geld von der Bundesagentur für Arbeit zurück. Dazu treten die Mitarbeiter ihre Forderung gegenüber der Agentur an die Bank ab.

Der Insolvenzverwalter der Praktiker AG, Udo Gröner, teilte auf Anfrage mit, dass die AG-Mitarbeiter ihren Aufgaben in vollem Umfange nachkämen. „Damit sind die Weichen für einen ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb gestellt“, erklärte Gröner. In den Verwaltungen in Hamburg sowie im saarländischen Kirkel sind rund 750 Menschen beschäftigt. Die Konzernzentrale war erst im Spätsommer 2012 von Kirkel nach Hamburg verlegt worden.

Mit Christopher Seagon habe er bereits Insolvenzen abgewickelt, so dass die Zusammenarbeit kein Neuland darstelle, sagte Gröner weiter. „Wir arbeiten eng zusammen und verfolgen gemeinsame Interessen.“ An der Börse machte die Praktiker-Aktie am Montag Verluste aus der Vorwoche zum Teil wieder wett und legte zwischenzeitlich um mehr als 50 Prozent auf über 0,20 Euro zu.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Baumarkt-Kette: Insolvenzverwalter kämpft um Praktiker"

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  • Und das Insolvenzverwalterchen kämpft: ab knapp 320 Milliönchen aus Steuergelderchen wäre ggf mit einer sauberen Insolvenzabwicklung zu rechnen.

    Und der Flughafen BER war schon teuer, die Elbphilharmonie schliesslich auch.

    Und 18.000 Wählerstimmchen sollte man sich, pünktlich zur Bundestagswahl, fast wie einbestellt, schon doch kosten lassen:

    Praktiker: auf alles außer 10% Wählerstimmen 20%.

    Fein.

  • Na?
    Wie wäre es mit 120 Milliönchen Steuergelder für eine Transfergesellschaft?
    Voll durchfinanziert wäre das doch etwas?

    Elende!

  • "Insolvenzverwalter kämpft um Praktiker"

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    Gnade uns Gott, wenn der das so machen sollte wie der "Insolvenzverwalter" Geiwitz.

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