Baumarktkette
Hornbach wächst gegen den Branchentrend

Die Baumarktkette Hornbach hat sich mit einem kräftigen Umsatz- und Gewinnplus im ersten Halbjahr gegen den Branchentrend gestemmt.

rtr FRANKFURT. "Wir gehen davon aus, dass sich Hornbach auch im zweiten Halbjahr 2008/2009 deutlich besser entwickeln wird als der Do-it-yourself-Gesamtmarkt", gab sich Konzernchef Albrecht Hornbach am Dienstag optimistisch. Für das am 29. Februar 2009 endende Gesamtjahr erwartet Hornbach ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich, der Betriebsgewinn soll stärker steigen. Der Verband Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte rechnet für die Branche insgesamt nur mit einer Stagnation der Umsätze.

Hornbach hat in Deutschland einen Marktanteil von acht Prozent und liefert sich einen intensiven Preiskampf mit den Marktführern Obi, Praktiker und Bauhaus, die zum Teil pessimistischer in die Zukunft schauen. So korrigierte der im MDax gelistete Praktiker-Konzern im Juli seine Umsatzprognose für 2008 nach unten und rechnet nur noch mit einem Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

"Es gibt in Deutschland und in ganz Europa einen großen Nachholbedarf bei der Modernisierung und Renovierung von Wohnraum", begründete Hornbach seine Zuversicht. Auch der Trend zum Energiesparen sei ein entscheidender Wachstumstreiber für das Geschäft. Daran ändere auch die Finanzkrise nichts, die die Konjunkturstimmung verdüstere, hieß es im Zwischenbericht. Hornbach halte an seinen Prognosen fest.

Im ersten Halbjahr legte der Umsatz der Hornbach Holding um sieben Prozent auf 1,5 Mrd. Euro zu, der Gewinn vor Steuern sprang um 80 Prozent auf 125 Mill. Euro. Die im Prime Standard notierte Hornbach-Baumarkt die das Kerngeschäft der Gruppe betreibt, steigerte ihren Umsatz um sieben Prozent auf 1,4 Mrd. Euro. Der Vorsteuergewinn legte um 70 Prozent auf 105 Mill. Euro zu.

Wie die Konkurrenz sieht die Hornbach-Gruppe, an der der britische Baumarktkonzern Kingfisher mit 21 Prozent beteiligt ist, Wachstumspotenzial vor allem im Ausland. In diesem Jahr eröffnete der Konzern bereits eine Filiale in Schweden und eine in Rumänien, weitere drei Märkte in Rumänien, der Schweiz und Hamburg sollen folgen. Hornbach ist außerdem in Östereich, den Niederlanden, Tschechien, Slowakei und Luxemburg tätig. Mit 91 Märkten macht Deutschland aber das Gros der 127 Hornbach-Filialen aus.

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