Baumarktkette
Hornbach will trotz Krise weiter wachsen

Die Baumarktkette Hornbach will der Staatsschuldenkrise trotzen: Sowohl in der Holding als auch im Teilkonzern Baumarkt steuert das Unternehmen Wachstumsraten im mittleren einstelligen Prozentbereich an.
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FrankfurtDie Baumarktgruppe Hornbach sieht sich trotz Staatsschuldenkrise weiter auf Wachstumskurs. „Die Umsätze werden 2011/12 im Vergleich zum Vorjahr sowohl in der Holding als auch im Teilkonzern Baumarkt im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen“, sagte Holding-Finanzchef Roland Pelka der „Börsen-Zeitung“. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs (zum 29. Februar) stieg der Umsatz des Hornbach-Konzerns, der neben der gleichnamigen Baumarktkette auch Baustoffhandel und Immobiliengeschäfte betreibt, um 6,6 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.

„Das Betriebsergebnis soll in der Holding wie im Baumarkt über dem Niveau des Vorjahres von 159,1 Millionen beziehungsweise 119,1 Millionen Euro liegen“, ergänzte Pelka. Auch für das neue Geschäftsjahr zeigte sich der Finanzchef trotz anhaltender Hiobsbotschaften rund um die europäische Staatsschuldenkrise zuversichtlich, dass die Konsumlaune der deutschen Häuslebauer, Heimwerker und Gartenliebhaber nicht abreißt. „Ich denke, wir können auch 2012/13 wieder Umsatzzuwächse auf der bestehenden Verkaufsfläche erreichen“, sagte Pelka.

Dabei setzt Hornbach - hinter Obi, Bauhaus und der angeschlagenen Baumarktkette Praktiker die Nummer Vier in Deutschland - weiter auf Wachstum aus eigener Kraft. „Wir haben bisher nie einen Gedanken daran verschwendet, durch Zukäufe zu wachsen, und das werden wir auch in Zukunft nicht tun“, machte er deutlich. Auch geht Pelka nicht davon aus, dass der ums Überleben ringende Konkurrent Praktiker vom Markt verschwinden wird.

Der Fokus der Expansion wird nach Aussage des Finanzchefs auch in den nächsten Jahren im Ausland liegen. „Wir erwarten im Schnitt etwa zwei Drittel des Wachstums im Ausland und ein Drittel im Inland“, sagte Pelka. Ziel sei es, im Schnitt sieben neue, großflächige Märkte pro Jahr zu eröffnen. Mit einer Änderung im Eigentümerkreis rechnet Pelka derzeit nicht.

„Alle Signale, die wir von Kingfisher bekommen, deuten darauf hin, dass keine Absicht mehr besteht, sich von den Hornbach-Anteilen zu trennen“, sagte er. Kingfisher hält Pelka zufolge 25 Prozent plus zwei Aktien an den Holding-Stämmen, was 12,5 Prozent des Grundkapitals entspricht. Zudem hält Kingfisher 8,7 Prozent der Vorzüge und 5,2 Prozent an der Tochter Baummarkt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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