Baumarktkette
Kingfisher rechnet mit schwierigem Jahr

Europas größte Baumarktkette Kingfisher stellt sich nach ersten Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf ein sehr schwieriges Geschäftsjahr 2009/2010 ein und plant drastische Sparmaßnahmen. Im Ende Januar ausgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Konzern zwar noch rund drei Prozent mehr verdienen und die Markterwartungen erfüllen, bekam aber bereits die nachlassende Konsumlaune zu spüren.

HB LONDON. Mit der Schließung eines Drittels seiner Baumärkte in China, der Kürzung von Investitionen und weiteren Einsparungen wollen die Briten gegensteuern. Die Aktie sackte zeitweise deutlich ab, zuletzt notierte sie mit einem Minus von 1.64 Prozent auf 138,50 Pence schlechter als der Markt.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2008/2009 verdiente Kingfisher vor Steuern und Einmaleffekten mit 368 Millionen Pfund rund drei Prozent mehr als im Vorjahr und traf damit die Marktschätzungen fast punktgenau. Wie bereits im Februar bekanntgegeben, stieg der Umsatz um 10,8 Prozent auf 10,03 Milliarden Pfund. Flächenbereinigt stand in der Bilanz allerdings ein Minus von 4,1 Prozent. Kingfischer betreibt aktuell mehr als 800 Läden in acht Ländern.

Im laufenden Jahr erwartet Kingfisher einen leichten Gewinnrückgang. Der Markt schätze die Entwicklung für 2009/2010 realistisch ein, sagte Vorstandschef Ian Cheshire. Er fühle sich mit aktuellen Konsens eines bereinigten Vorsteuergewinns von rund 323 Millionen Pfund für 2009/2010 wohl. "Wir rechnen mit einem schwierigen Marktumfeld und konzentrieren uns auf Selbsthilfe", betonte Cheshire. Er hoffe auf eine Besserung im Jahresverlauf, rechne aber nicht mit einem schnellen Aufschwung.

Vor allem in China lief das Geschäft zuletzt schlecht: Dort rutschte Kingfischer mit 52 Millionen Pfund in die roten Zahlen. In Reaktion auf diese Entwicklung will der Konzern von den insgesamt 63 Läden in der Volksrepublik 22 schließen und 17 deutlich verkleinern. Vorstandschef Cheshire zeigte sich zuversichtlich, den Verlust in China im laufenden Jahr auf 30 bis 40 Millionen Pfund zu reduzieren, Ende 2010 soll die Region wieder schwarze Zahlen liefern.

ng.

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