Handel + Konsumgüter
Baumarktkette Obi trennt sich von China-Geschäft

Die deutsche Baumarktkette OBI zieht sich aus dem Chinageschäft zurück und verkauft ihre chinesischen Märkte an die britische Baumarktkette Kingfischer.

HB WERMELSKIRCHEN. Wie die Unternehmen am Mittwoch mitteilten, sind davon bereits 13 eröffnete sowie fünf weitere Märkte betroffen, die 2005 noch eröffnet werden. Die chinesische Regierung müsse den Verkauf noch genehmigen.

Die Transaktion soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. OBI begründete den Rückzug aus China mit einer verstärkten Konzentration auf die europäischen Märkte. „Vor allem Russland, Polen, Tschechien, Italien und die Schweiz werden zukünftig als potenzielle Wachstumsmärkte eine zentrale Rolle in der Expansionspolitik spielen“, sagte OBI-Chef Sergio Giroldi.

OBI bezeichnet sich selbst als den viertgrößten Baumarktbetreiber der Welt und beschäftigt rund 29 300 Mitarbeiter. Insgesamt erzielten die OBI Märkte 2004 einen Umsatz von 6,2 Milliarden Euro. Über das Umsatzvolumen der OBI-Märkte in China machten die Unternehmen ebenso wie zum Kaufpreis keine Angaben.

Die ebenfalls nach eigenen Angaben größte europäische Baumarktkette Kingfischer betreibt derzeit in China 22 Märkte. In den kommenden zwölf Monaten soll ihre Zahl inklusive der 18 übernommenen Märkte auf mehr als 50 wachsen. Kingfisher bezeichnet sich selbst als Marktführer in China.

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