Baumarktkette
Schlechtes Wetter vermiest Hornbach den Jahresstart

Der lange Winter hat die Heimwerker vergrault. Die Baumarktkette Hornbach blickt deshalb pessimistischer auf das Gesamtjahr. Das Unternehmen spricht von einem historisch schlechten Start.
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FrankfurtDer lange Winter und das schlechte Frühlingswetter haben die Lust der Heimwerker auf neue Projekte gedämpft - entsprechend trüb ist die Stimmung beim Baumarktkonzern Hornbach. "So einen Einstieg in das neue Geschäftsjahr hatten wir noch nie erlebt", sagte Aufsichtsratschef Albrecht Hornbach am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Der in Teilen Europas bis Mai dauernde Winter habe die Kundennachfrage praktisch auf Eis gelegt. Vor allem das Geschäft der Gartenmärkte liege brach.

Daher rechnet Deutschlands drittgrößte Baumarkt-Kette hinter Marktführer Obi und Bauhaus im ersten Quartal seines Geschäftsjahres (März bis Mai) mit einem Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich. Den Rivalen Praktiker, der im ersten Vierteljahr (Januar bis März) ein Umsatzminus von zehn Prozent verbucht hatte, verdrängte Hornbach inzwischen in der Rangliste der umsatzstärksten europäischen Baumärkte vom dritten Platz.

Auch bei ihrer Einschätzung für das laufende Geschäftsjahr ist die Hornbach Holding vorsichtiger geworden. Beim Umsatz erwartet der Konzern im Gesamtjahr 2013/2014 (Ende Februar) nur noch eine leichte Steigerung zum Vorjahreswert, erläuterte Finanzvorstand Roland Pelka. "Ursprünglich hatten wir ein stärkeres Wachstum geplant." Das Betriebsergebnis (Ebit) werde in etwa auf oder leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Schon im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte die Hornbach Holding, zu der neben der Baumarktkette auch noch ein Baustoffhandel und eine Immobilien-Tochter gehören, unter der schlechten Konsumstimmung gelitten.

Das Ebit war um 14 Prozent auf 146 Millionen Euro eingebrochen, der Umsatz um 0,8 Prozent auf 3,23 Milliarden Euro geschrumpft. Die Aktionäre sollen dennoch eine unveränderte Dividende von 0,64 Euro pro Stamm- und 0,67 Euro pro Vorzugsaktie erhalten. Die im SDax gelisteten Vorzugsaktien verloren rund ein Prozent auf 50,02 Euro.

Hornbach betreibt 138 Märkte in neun Ländern und erzielt gut 40 Prozent seiner Umsätze im Ausland. Und das soll noch mehr werden: Im laufenden Geschäftsjahr eröffnet Hornbach nur einen neuen Markt in und drei neue Märkte außerhalb Deutschlands - in der Slowakei, den Niederlanden und Schweden. Insgesamt will Hornbach in diesem Jahr 150 bis 200 Millionen Euro investieren - nach 149 Millionen Euro im Vorjahr.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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