Bauunternehmer soll Ikea-Mitarbeiter bestochen haben
Ikea-Zentrale von Polizei durchsucht

Ein Bauunternehmer soll Ikea-Mitarbeiter bestochen haben, um an Aufträge zu kommen. Während einer bundesweiten Razzia, unter anderem in der Deutschland-Zentrale, hat die Polizei drei Verdächtige verhaftet.

HB WALLAU. Zwei Bauleitern der Deutschland-Zentrale im hessischen Wallau und einem Bauunternehmer aus Nordrhein-Westfalen wird Bestechung und Bestechlichkeit bei der Vergabe von Aufträgen vorgeworfen, teilte die Frankfurter Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Zwei der drei Beschuldigten hätten in Untersuchungshaft bereits Teilgeständnisse abgelegt. Es gibt weitere Verdächtige, zu denen die Staatsanwaltschaft aber keine Einzelheiten nannte. Insgesamt ist von 15 bis 20 Personen die Rede.

„Den Bauleitern wird vorgeworfen, von mehreren Baufirmen Geld- und Sachleistungen angenommen zu haben“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Sie bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung vom Donnerstag. Bei einem 56 Jahre alten Bauleiter gehe es um 600 000 Euro, sein 48 Jahre alter Kollege soll 60 000 bis 70 000 Euro Schmiergeld angenommen haben. Der Unternehmer und der 48 Jahre alte Bauleiter haben Teilgeständnisse abgelegt.

Bei ihren Korruptionsermittlungen nimmt die Staatsanwaltschaft die Jahre 2000 bis 2005 unter die Lupe. Außer der Deutschland-Zentrale des Möbelriesen durchsuchten die Ermittler in dieser Woche 21 Büros und Privathäuser in Bremen, Hamburg, Düsseldorf und in der Oberpfalz.

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