BDL
Luftfahrtbranche gründet neuen Lobbyverband

Die deutsche Flugbranche gründet einen gemeinsamen Verband: Fluglinien, Flugsicherung und Airports arbeiten künftig gemeinsam im neuen Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) zusammen. Die Unternehmen wollen schlagkräftiger gegenüber der Politik auftreten. Doch ihre Interessen sind bei weitem nicht immer deckungsgleich.
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HB MÜNCHEN. Die Deutsche Luftverkehrsbranche arbeitet an einer gemeinsamen Interessensvertretung. Fluggesellschaften, Flughäfen und die Flugsicherung gründeten am Donnerstagabend den neuen Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). Zusätzlich soll es aber weiterhin die gesonderten Verbände für Flughäfen (ADV) und Fluggesellschaften (BDF) geben.

Damit kommt die Branche dem langfristigen Ziel eines gemeinsamen schlagkräftigen Verbands - wie ihn etwa die Autobranche mit dem VDA hat - nur langsam näher.

Vertreten wird der neue Verband vorerst durch den Chef der Flugsicherung, Dieter Kaden. Er soll noch im ersten Halbjahr 2011 einen hauptamtlichen Präsidenten finden. Die Branche wünscht sich eine "schillernde Figur, die in Berlin ein und aus geht", sagte ein Insider.

Eigentlich wollten Fluggesellschaften und Flughäfen einen einzigen Verband ins Leben rufen, der ihre gemeinsamen Interessen künftig bei Themen wie der Aschewolke oder der Luftverkehrssteuer vertritt. In Berlin sollte es damit für die Politik einen zentralen Ansprechpartner geben - und nicht mehrere wie bislang.

Dieses Ziel scheiterte aber vorerst an den unterschiedlichen Interessen bei Flughäfen und ihren Kunden, den Fluggesellschaften - etwa wenn es um die Verhandlung neuer Start- und Landegebühren geht.

Zuletzt hatte der Wintereinbruch für Konflikte gesorgt: So hatte die Lufthansa Fraport vorgeworfen, sich nicht ausreichend auf den zu erwartenden Schnee vorzubereiten. Der Frankfurter Flughafenbetreiber wies die Vorwürfe als "hanebüchen" zurück.

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