Beate Uhse: Sparkassen werden zum Erotikhändler wider Willen

Beate Uhse
Sparkassen werden zum Erotikhändler wider Willen

An diesem Aktienpaket dürfte der Sparkassenverband in Schleswig-Holstein wenig Freude haben: Er ist zum zweitgrößten Aktionär von Beate Uhse aufgestiegen. Die Erotikkette hatte zuletzt mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen.
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FlensburgSeine jüngste Beteiligung ist dem Sparkassenverband in Schleswig-Holstein erkennbar unangenehm. Denn kurz vor Weihnachten ist ihm ein Aktienpaket über 13,11 Prozent an dem Erotikhändler Beate Uhse zugefallen. Und laut Insidern würden die Sparkassen sich lieber heute als morgen davon trennen.

Das liegt aber nicht nur an dem schlüpfrigen Geschäftszweck des Unternehmens. Das Unternehmen, das sich durch das Internet harter Konkurrenz ausgesetzt sieht, leidet unter Verlusten und schwindendem Umsatz. Die Aktie wird deswegen inzwischen nur noch für rund 30 Cent gehandelt. Über die Börse wäre der Verkauf eines solch großen Pakets derzeit nur unter massiven Kursverlusten möglich. Allerdings hat die Beteiligung bei dem aktuellen Kurs ohnehin einen überschaubaren Wert von rund drei Millionen Euro.

Das Aktienpaket lag ursprünglich bei der Sparkasse Flensburg. Diese wurde wiederum 2008 von der Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa) übernommen. Allerdings geriet die Nospa bei der Übernahme der angeschlagenen Flensburger Sparkasse selbst in eine Schieflage und musste mit 181 Millionen Euro von der Sparkassen-Finanzgruppe gestützt werden. Das Beate-Uhse-Paket ist auf diesem Weg an den Sparkassenverband Schleswig-Holstein gelangt, der ansonsten nur strategische Beteiligungen hält, wie etwa an der HSH Nordbank, der LBS oder der Provinzial.

Wie aus einer Pflichtmitteilung der Beate Uhse AG hervorgeht, sind die Sparkassen über die Beteiligungsgesellschaft Venus Hyggelig nun an Beate Uhse beteiligt. Die niederländische Consipio Holding ist mit gut 27 Prozent der größte Aktionär von Beate Uhse. Hinter dieser steht Aufsichtsratsvorsitzenden Gerard Philippus Cok.

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Kommentare zu " Beate Uhse: Sparkassen werden zum Erotikhändler wider Willen"

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  • Die eigenen Rücklagen der Sparkassen liegen nicht nur in der Schublade und werden bei Bedarf herausgeholt, nein man investiert sie in Beteiligungen, Anleihen, Festgeldern, Tagesanlagen so wie es der dt. Michel auch machen würde. Wie die Flensbuger Sparkasse zu den Aktien kam, ist uns nicht bekannt. War es eine Beteiligung, sind sie ihnen zugefallen, weil ein Kunde seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte? Wir wissen es nicht.

  • Die Frage ist doch, warum man nicht gleich eine passendere Überschrift gewählt hat. Offensichtlich hat man es mal probiert.
    Na gut, das Handelsblatt hat eh ein Qualitätsproblem und da ist es eigentlich auch nicht mehr wichtig, ob hie und da mal eine Headline korrigiert wird. Das verbessert den Gesamnteindruck nicht wesentlich.

  • Mobbender Hesse,

    ihr Kommentar ist wenig hilfreich.
    Wo habe ich denn gefehlt?

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