Bedingung gestellt
Lokführer wollen bis Ende August nicht streiken

Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) haben ihren Rechtsstreit auf Eis gelegt. Beide Parteien schlossen vor dem Arbeitsgericht Nürnberg einen Vergleich. Er hebt das Streikverbot für die Lokführer auf. Im Gegenzug verpflichteten sie sich, bis zum 27. August nicht zu streiken. Im Tarifstreit setzen Bahn und GDL jetzt wieder auf Verhandlungen.

HB NÜRNBERG. GDL-Chef Manfred Schell erklärte, er gehe davon aus, dass die Vermittlung im Bahnkonflikt durch die früheren CDU-Spitzenpolitiker Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf am kommenden Mittwoch beginnen könne. Die Bahn begrüßte den Vergleich. Die Pendler und Reisenden im Nah- und Fernverkehr könnten wieder verlässlich mit der Bahn zur Arbeit oder in den Urlaub fahren. Auch für die Wirtschaft sei der Streikverzicht ein wichtiges Signal. „Das schafft für unsere Kunden Planungssicherheit“, erklärte Norbert Bensel, DB-Vorstand für Transport und Logistik, in Berlin.

Das Arbeitsgericht Nürnberg hatte am Mittwoch zunächst ein bis 30. September befristetes Streikverbot für den Fern- und Güterverkehr ausgesprochen. Dagegen hatte die Gewerkschaft Widerspruch eingelegt.

Im Tarifkonflikt fordern die Lokführer einen eigenen Tarifvertrag und Gehaltserhöhungen von 31 Prozent. Die Bahn verweigert dies mit Hinweis auf einen bereits abgeschlossenen Vertrag mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA, in denen den Mitarbeitern Lohnerhöhungen um 4,5 Prozent zugesagt wurden.

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