Bedingungen für Übernahme
Malev steht wieder zum Verkauf

Mit der Fluggesellschaft Malev steht jetzt eines der wenigen noch staatlichen Großunternehmen in Ungarn zum Verkauf an. In ihrer Ausschreibung vom Dienstag nennt die staatliche Treuhand APV verschiedene Bedingungen für einen Erwerb. Dazu zählen insbesondere die komplette Übernahme der Gesellschaft, die Tilgung der Schulden von rund 150 Mill. Euro sowie die Aufstockung des Malev-Kapitals.

rev WARSCHAU. Anbieter müssten außerdem ein Konzept zur Sanierung der defizitären Fluglinie vorlegen. Malev hat im vergangenen Jahr mit etwa 2 800 Beschäftigten einen Umsatz von umgerechnet 465 Mill. Euro erreicht. Die ungarische Gesellschaft hat überwiegend europäische Flugziele im Programm.

Bereits 1992 war ein erster Versuch zur Privatisierung von Malev gescheitert. Nachdem der damalige Käufer Alitalia in Finanznot geraten war, musste der ungarische Staat alle Anteile zurückkaufen. Budapester Zeitungen berichteten, bislang hätten Air France, die österreichische Austrian Airlines und die chinesische Gesellschaft Hainan Interesse an Malev. Größter Einzelaktionär von Hainan ist der amerikanische Milliardär George Soros.

Der Start zur Privatisierung fällt in eine Zeit großer Wachstumsraten im Flugverkehr zwischen West und Ost. So hat sich das Passagieraufkommen auf Strecken nach Mittel- und Osteuropa allein am Münchener Flughafen seit 1996 von 560 000 auf 1,6 Millionen jährlich erhöht. Experten erwarten, dass die Erweiterung der EU, der Aufschwung in den Beitrittsländern sowie die steigenden Einkommen in den neuen EU-Mitgliedstaaten dem Flugverkehr weitere Impulse geben werden. Hinzu kommt, dass sich Gesellschaften wie die polnische LOT, die tschechische CSA und eben Malev zunehmend der Konkurrenz durch Billiganbieter erwehren müssen.

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