Beim britischen Fähren- und Hafenbetreiber sprechen die Interessenten vor
P&O macht klar Schiff zum Verkauf

Der Boom des internationalen Frachtverkehrs macht den traditionsreichen britischen Schiffahrtskonzern P&O zum Übernahmeobjekt. Das Unternehmen bestätigte, dass es von einem potenziellen Käufer kontaktiert wurde. Dabei soll es sich um den staatlichen Hafenbetreiber Dubai Ports World (DP World) handeln.

dih/ebe/hst HB LONDON. Die P&O-Aktie reagierte darauf mit einem Kurssprung von mehr als einem Drittel.

Damit ist P&O an der Börse jetzt mehr als drei Milliarden Pfund (4,4 Mrd. Euro) wert. Hafenbetreiber und Reeder gehören zu den Gewinnern der Globalisierung.

Jetzt wird also eines der ältesten englischen Unternehmen in den Fusionsstrudel gesaugt. 1837 gegründet, begann die P&O, die „Peninsular and Oriental Steam Navigation Company“, mit dem Transport von Fracht und Post von Großbritannien zur iberischen Halbinsel und wuchs in den kommenden Jahrzehnten zu einer der mächtigsten Schifffahrtsgesellschaften der Welt. Seit den Siebzigerjahren diversifizierte das Unternehmen in Bereiche wie Bau, Immobilien, Messen und Konferenzen. Doch 1999 besann es sich auf die maritimen Ursprünge und verkaufte die meisten neuen Geschäftsfelder. 2000 spaltete es das Kreuzfahrtgeschäft ab und vor wenigen Monaten verkaufte es die Containerschifffahrt an die dänische Reederei AP Moeller Maersk.

Als Kerngeschäft sieht P&O heute den Betrieb von Häfen, Fährdienste zwischen Großbritannien und dem Kontinent und Kühllogistik (siehe Kasten) an. Der Konzern beschäftigt 33 000 Mitarbeiter in 50 Ländern und setzte zuletzt drei Mrd. Pfund im Jahr um. 2004 erwirtschaftete er einen Verlust und legte ein Sparpaket für den Fährverkehr auf. Als Perle sehen Analysten das stark wachsende Hafengeschäft in Asien, wo P&O Terminals in Indien, Pakistan, China und auf den Philippinen betreibt.

Dieses dürfte auch den Blick des Emirats Dubai auf P&O gelenkt haben. Dessen Hafenunternehmen DP World hat bereits von CSX für 1,2 Mrd. Dollar Hafenterminals gekauft, unter anderem in China und Hongkong. Dubai will zu einem Knotenpunkt des internationalen Verkehrs werden. Dank der hohen Ölpreise hat das Land reichlich Geld, um seine Expansionspläne in die Tat umzusetzen. DP World wird von der Deutschen Bank beraten.

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