Bekleidung
Die Sonne strahlt über der Outdoor-Branche

Wanderboom und weibliche Neukunden: Die Hersteller von Outdoor-Kleidung stehen so gut da wie lange nicht, vor allem deutsche Mittelständler werden für den Handel immer wichtiger. Doch nicht alle Firmen können von dem Boom profitieren.

MÜNCHEN. Wandern liegt im Trend: Zur großen Freude der Outdoor-Branche zieht es immer mehr Menschen in ihrer Freizeit hinaus ins Freie. Obwohl der Boom nun schon seit einigen Jahren anhält, wachsen die Marktführer in diesem Bereich weiterhin kräftig. Doch es gibt auch warnende Stimmen, die ein Ende des Aufschwungs prophezeien.

"Unser Outdoor-Geschäft legt Jahr für Jahr etwa 20 Prozent zu", sagt Peter Schöffel. Der Eigentümer der traditionsreichen schwäbischen Outdoor- und Skibekleidungsmarke Schöffel geht davon aus, dass es auch in Zukunft so weiter geht: "Am Wochenende sehnen sich die Leute nach dem Ursprünglichen. Mit unseren Kleidern befriedigen wir ein Lebensgefühl, so wie es die Autoindustrie mit den Geländewagen macht."

Nicht alle Branchenbeobachter sind aber so optimistisch. "Die Zeiten des großen Wachstums sind vorbei, jetzt herrscht Verdrängungswettbewerb", sagt Tobias Gröber, Chef der Münchener Sportmesse Ispo. Tatsächlich konzentrieren sich die Ladenbesitzer immer häufiger auf eine Hand voll starke Marken. Der Rest der Anbieter muss sehen, wo er bleibt.

"Die profilierten A-Marken werden dadurch nicht bedroht, aber die B- und C-Anbieter haben es schwerer", bestätigt Klaus Jost, Chef der Sporthändlervereinigung Intersport. Der Verbund empfiehlt seinen Mitgliedern schon seit einiger Zeit, den Marken-Dschungel in den Läden zu lichten. So sollten die Inhaber neben einigen ausgewählten, attraktiven Labels vor allem die Eigenmarken der Vereinigungen vertreiben. Denn damit ließen sich deutlich höhere Margen erzielen, meint Jost.

Noch gibt es keine aktuellen Zahlen, doch der Branchenverband European Outdoor Group hat für das vergangene Jahr ein Plus des europäischen Markts von etwa drei Prozent prognostiziert. Das hört sich bescheiden an, doch einzelne Segmente wachsen sehr stark, während andere dahindümpeln.

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