BER

Sechs-Tage-Woche soll helfen

Drei bis vier Monate hinkt das Projekt Berliner Flughafen laut Karsten Mühlenfeld mal wieder hinterher. Wie der Flughafen bis Mitte 2017 fertig werden soll und warum ein weiteres Terminal dies verhindern könnte.
Trüb und regnerisch ist nicht nur das Wetter am Hauptstadflughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) in Schönefeld. Quelle: dpa
Hauptstadtflughafen

Trüb und regnerisch ist nicht nur das Wetter am Hauptstadflughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) in Schönefeld.

(Foto: dpa)

BerlinAuf der Baustelle des Hauptstadtflughafens soll Tempo gemacht werden. In einigen Bereichen gelte nun eine Sechs-Tage-Woche und die Regelarbeitszeit der Objektüberwacher sei erhöht worden, teilte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld am Montag mit. Nach wie vor liege das Projekt drei bis vier Monate hinter dem aktuellen Zeitplan. Dieser sieht vor, dass der Flughafen nach vier geplatzten Eröffnungsterminen im zweiten Halbjahr 2017 in Betrieb geht. „Um unser Ziel zu erreichen, beschleunigen wir die Arbeiten, wo wir können“, versicherte Mühlenfeld.

Weil der neue Flughafen mit einer Jahreskapazität von 27 Millionen Passagieren voraussichtlich zu klein sein wird, planen die Betreiber die Erweiterung. Dieses Vorhaben stößt bei den Umland-Gemeinden auf Skepsis. „Die Gemeinden fürchten, dass der Lärm zunimmt“, sagte der Vorsitzende der Fluglärmkommission, Gerhard Steintjes, am Montag nach einer Sitzung des Gremiums.

Die guten und die ganz schlechten Flughäfen
Platz 29: Flughafen Mannheim
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Eine Dornier 328 steht vor dem Tower und der Abflughalle des Mannheimer Flughafens (Archivbild). Der Airport weist laut der Studie teils erhebliche Mängel auf. Demnach fehlen an den Start- und Landebahnen dringend notwendige Auslaufzonen. Note: 3,6.

Die Betreibergesellschaft des Mannheimer City Airports kritisierte, dass der Check nur die reinen Ausstattungsmerkmale berücksichtige, nicht aber die Verkehrsmenge, die individuellen Maßnahmen zur Risikoabwehr oder das besondere Training der Crews. Die in Mannheim nicht vorhandenen Freiflächen würden durch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen kompensiert, die es an anderen Flugplätzen so nicht gebe.

Platz 28: Flughafen Heringsdorf
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Der Regionalflughafen in Heringsdorf auf der deutschen Insel Usedom ist einer der ältesten Flughäfen Deutschlands. Er wurdet 1925 eröffnet. Er ist als Verkehrsflughafen klassifiziert und liegt auf dem Gebiet der Gemeinden Garz und Zirchow. Zum Flugangebot zählen innerdeutsche Linienflüge, Charterflüge zu ausländischen Zielen für Urlauber und Geschäftsreisende sowie Rundflüge. Note: 2,9.

Platz 28: Flughafen Memmingen
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Der 2004 als Verkehrsflughafen zugelassene Platz in Memmingen, auch Flughafen Allgäu, ist der kleinste seiner Art in Bayern, und der am höchsten gelegene Airport in Deutschland. Note: 2,9.

Platz 26: Flughafen Lübeck
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Was für Mannheim gilt, gilt auch für den Flughafen Lübeck. Die von der internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) geforderte Auslaufzone am Ende der Landebahn sorgt dafür, dass ein Flugzeug im Fall eines Hinausrollens über die Piste abgebremst wird. In Lübeck mangelt es daran. „Trotzdem ist das Gesamtbild auch an diesen Flughäfen noch befriedigend“, sagte Studienautor und Flugkapitän Wolfgang Starke. Note: 2,9.

Platz 25: Flughafen Saarbrücken
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Der Airport Saarbrücken-Ensheim (Archivbild) ist defizitär und wäre 2014 fast geschlossen worden. Doch dann fiel die Entscheidung gegen den Flughafen im nur 30 Kilometer entfernten Zweibrücken aus – gut für Saarbrücken. Note: 2,5.

Platz 25: Flughafen Weeze
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Für die mangelhafte Auslaufzone auf dem Flughafen Weeze vergibt die Vereinigung Cockpit die Schulnote 4,0. Alle anderen Kriterien werden besser bewertet. Deswegen reicht es für die Note: 2,5.

Platz 25: Flughafen Westerland
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Der Flughafen Westerland auf Sylt liegt zwei Kilometer östlich des Zentrums des Hauptortes im Ortsteil Tinnum. Air Berlin fliegt Sylt ganzjährig ab Düsseldorf bis zu dreimal täglich an. Kritik der Tester: die Landebahnen und die Parkmöglichkeiten für die Flieger. Note: 2,5.

Mühlenfeld will neben dem Neubau ein weiteres Terminal für sechs bis acht Millionen Fluggäste bauen lassen. Es soll an der nördlichen Start- und Landebahn entstehen und vor allem Billigflieger anlocken. „Das ist die deutlich lärmempfindlichere Bahn“, sagte Steintjes mit Verweis auf die dichte Besiedlung entlang der Flugrouten.

Die Bürgermeister fürchteten mehr Lärm vor allem am frühen Morgen und am späten Abend. „Da hatten wir auf Lärmpausen gehofft, das wird jetzt noch mal schwieriger“, sagte Steintjes. Die Fluglärmkommission aus Bürgermeistern, Behörden und Luftverkehrsvertretern hat beratende Funktion.

  • dpa
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