Beratungsfehler
Göttinger Gruppe liefert Abschlüsse nach

Die Göttinger Gruppe hat mehr als zehn Jahre lang die „Securente“ als Altersvorsorgeprodukt in breiten Anlegerkreisen vertrieben und ist danach zahlungsunfähig geworden. Der Insolvenzverwalter der Göttinger Gruppe, Rolf Rattunde, hat nun auf einer Gläubigerversammlung angekündigt, möglichst schnell die Jahresabschlüsse der Gruppe seit dem Jahr 2002 feststellen zu lassen.

DÜSSELDORF. Laut Rechtsanwalt Hauke Maack, der geschädigte Gläubiger vertritt, können so Anleger eventuell noch nachträglich Verluste aus diesen Jahresabschlüssen steuerlich geltend machen. Nach seiner Einschätzung können so Anleger eventuell noch nachträglich Verluste aus diesen Jahresabschlüssen steuerlich geltend machen.

Die Göttinger Gruppe hat mehr als zehn Jahre lang die „Securente“ als Altersvorsorgeprodukt in breiten Anlegerkreisen vertrieben und ist danach zahlungsunfähig geworden. Die Schätzungen für den Schaden gehen bis zu einer Milliarde Euro. Rattunde hat seine Aufgabe erst vor kurzem übernommen.

Maack rät Anlegern, auf jeden Fall ihre Ansprüche beim Insolvenzverwalter anzumelden. Wo immer das möglich ist, sollten sie nachweisen, dass sie beim Vertragsabschluss nicht ausreichend über das Produkt aufgeklärt wurden.

Der Rechtsanwalt nennt hier zwei Kernpunkte. Erstens: Die Securente war eine „atypische“ stille Beteiligung, der Anleger wurde also Miteigentümer eines Unternehmens. Zweitens: Daraus ergibt sich eine „Nachschusspflicht“, der Anleger muss als Eigentümer auch für Verluste geradestehen. Wenn der Anleger zeigen kann, dass er über diese beiden Punkte nicht aufgeklärt wurde, hat er laut Maack Chancen, wie ein normaler Gläubiger statt wie ein Eigentümer behandelt zu werden. Und das verschafft ihm eine deutlich bessere Rechtsstellung.

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