Beratungshäuser
Wirtschaftsprüfer rechnen mit Wachstum

Die Beratungshäuser lassen sich von der trüben Konjunktur nicht einschüchtern und glauben an steigende Umsätze. Vor allem durch Fusionen wollen sich die Gesellschaften vergrößern. Davon sollen auch Kunden profitieren.
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FrankfurtTrotz der Unsicherheiten durch das wirtschaftliche Umfeld und die anstehende EU-Reglementierung bleiben die Wirtschaftsprüfer in Deutschland optimistisch. Die 25 größten WP-Gesellschaften wollen im Jahr 2012 um 5,7 Prozent wachsen, die vier größten Unternehmen sogar um acht Prozent. 2011 sind die Umsätze der Top 25 im Schnitt um 6,5 Prozent angestiegen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Marktforschers Lünendonk.

Als wesentliche Wachstumstreiber nennen die Wirtschaftsprüfer internationale Steuer- und Compliance-Projekte sowie die Rechts- und Managementberatung. Vor allem in der Managementberatung sind einige Firmen nicht nur aus eigener Kraft gewachsen, sondern haben sich durch Zukäufe verstärkt.

Wirtschafts- und Steuerprüfer

Führende Prüfer in Deutschland

Umsatz 2011 in Mio. Euro


So gab KPMG vor wenigen Tagen die Übernahme der deutsch-schweizerischen Unternehmensberatung Brainnet bekannt. Im August 2011 hatte Konkurrent PwC den Lieferketten-Spezialisten PRTM übernommen. Deloitte-Chef Martin Plendl betont: „Die Kunden erwarten heutzutage, dass die Gesellschaften einen multidisziplinären Ansatz haben und ihnen Wirtschaftsprüfung und Beratung aus einer Hand bieten können.“

Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk, ist daher überzeugt, dass es künftig noch vermehrt zu Übernahmen von Beratungen durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften kommen wird. „Aber auch die Wirtschaftsprüfer untereinander werden weiter fusionieren“, ergänzt er. Denn um Mandate international tätiger Mittelständler zu erhalten, müssen die Gesellschaften eine gewisse Größe aufweisen.

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