Bereinigung vor Börsengang
Hapag-Lloyd weist Rekordergebnis aus

Der Transportkonzern Hapag-Lloyd geht nach Darstellung des Vorstands mit einem Rekordergebnis an die Börse. „Wir liegen noch über dem bislang besten Ergebnis von 2001“, sagte Vorstandsvorsitzender Michael Behrendt der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „Die Welt“.

HB FRANKFURT. dem Jahr hatte das operative Ergebnis 299 Mill. € betragen. Im Spätsommer will der Mutterkonzern Tui ein Drittel der Hapag-Lloyd-Aktien an der Börse verkaufen.

Der Umsatz ist Behrendts Angaben zufolge gegenüber den 3,77 Mrd. € aus dem Vorjahr zweistellig gewachsen. Im Kreuzfahrt-Geschäft habe man aber Verluste verbucht. „Das Jahr 2003 war schwierig. Ob es Sars oder der Irak-Krieg waren. Die Kreuzfahrtbranche musste unter zahlreichen Auswirkungen leiden. Deshalb ist ein geringer Verlust angefallen. Im laufenden Jahr soll sich das nicht wiederholen“, sagte Behrendt. Der Konzern werde das Geschäft nicht ausbauen, aber auch nicht aufgeben.

Noch vor dem Börsengang will Hapag-Lloyd die Tochtergesellschaften VTG und Algeco verkaufen. Für den Schienenkesselwagen-Betreiber VTG ist die Deutsche Bahn AG einer der Hauptinteressenten, schreibt das Blatt ohne Quellenangabe. „Es zeigen viele Bahnen Interesse“, sagte Behrendt lediglich. Kandidaten gebe es auch in der Industrie wie bei Finanzinvestoren. Das Verfahren werde einige Monate dauern. Ein Teilbereich der VTG, die frühere Lenkering mit den Bereichen Speziallogistik und Binnenschiffe, werde Hapag-Lloyd jedoch schon früher abgeben. „Wir verhandeln noch mit zwei Bietern, von denen einer aus der Branche kommt. Das andere ist ein Finanzinvestor“, sagte Behrendt.

Bei der französischen Tochtergesellschaft Algeco, einem Anbieter von Mietcontainern, rechnet Hapag-Lloyd für sein Aktienpaket von 66 % mit einem Aufschlag gegenüber dem Börsenwert. Was aus dem Verkäufen von VTG und Algeco der Tui zufließe und was bei Hapag-Lloyd verbleibe, sei noch nicht entschieden. „Da gibt es noch Spielraum“, sagte Behrendt. Nach dem Börsengang wolle Hapag-Lloyd die größere unternehmerische Unabhängigkeit vom Mutterkonzern nutzen und sich bei Bedarf für die Expansion Kapital am Markt besorgen. „Wir sind nicht die größte Schifffahrtslinie oder Containerlinie. Aber wir sind mindestens eines der produktivsten Unternehmen unserer Branche“, sagte Behrendt. Der Kauf eines Wettbewerbers sei momentan nicht geplant. „Wir werden weder morgen noch übermorgen losmarschieren und ein Unternehmen kaufen“, sagte der Hapag-Lloyd-Chef.

Hapag-Lloyd wird den Angaben zufolge in diesem Jahr 250 Mill. € investieren. Dies betrifft vor allem Schiffsneubauten. In den nächsten drei Jahren will die Hamburger Reederei sieben neue Schiffe in Dienst stellen.

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