Bericht des Magazins "Capital"
Siemens droht wieder Millionenverlust bei Handys & Co.

Siemens' Kommunikationssparte Com, zu der auch die Handy-Produktion gehört, könnte dieses Jahr einen Verlust von rund 80 Millionen Euro einfahren. Der Umsatz solle nur 17,3 Milliarden Euro betragen, berichtete das Wirtschaftsmagazin „Capital“ am Dienstag unter Berufung auf Siemens-Prognosen.

HB MÜNCHEN. Ursprünglich hätte Siemens in der Sparte bei einem Umsatz von 18,5 Milliarden Euro mit einem Gewinn von 300 Millionen Euro gerechnet. Siemens wollte den Bericht nicht kommentieren. „Zu Planzahlen äußern wir uns nicht“, sagte ein Sprecher.

Siemens-Chef Klaus Kleinfeld hatte bei der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen seine ohnehin vorsichtige Ergebnisprognose für das Gesamtjahr wegen massiver Probleme bei Com und der IT-Tochter SBS in Frage gestellt. Die Sanierung bei Com sorge für Belastungen, „die sich aus heutiger Sicht weder beziffern noch zeitlich bestimmen lassen“, hatte er Ende April gesagt.

Über den Verkauf der Handy-Produktion, die ein Teil von Com ist, wird schon seit Monaten spekuliert. Bislang hatten aber alle ins Spiel gebrachten Käufer abgewunken.

Wegen hoher Verluste bei SBS und Handys hatte Siemens im zweiten Quartal die operativen Ergebniserwartungen verfehlt. Bei Com war ein operativer Verlust von 19 Millionen Euro angefallen. Der Verkauf von Aktien des US-Netzwerksausrüsters Juniper bescherte dem Bereich im Halbjahr allerdings einen Gewinn von 221 Millionen Euro.

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