Berlin-Brandenburg
Flughafen-Chef Schwarz vor der Ablösung?

Rainer Schwarz soll den Überblick über die Kosten- und Terminplanung verloren haben. Laut Medienberichten steht seine Ablösung als Chef des neuen Hauptstadtflughafens daher kurz bevor. Doch der Berliner Senat dementiert.
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BerlinDer Chef des neuen Hauptstadtflughafens, Rainer Schwarz, steht nach Informationen der „Berliner Morgenpost“ vor seiner Ablösung. Voraussichtlich auf der nächsten Aufsichtsratssitzung am 14. September werde dies erfolgen, berichtet die Zeitung (Mittwochsausgabe).

Ihm werde vorgeworfen, den Überblick über die Kosten- und Terminplanung verloren zu haben. Außerdem habe er trotz der schwierigen Lage des wegen Baumängeln noch nicht eröffneten Hauptstadtflughafens BER seinen turnusgemäßen Urlaub Ende Juli genommen.

Der Sprecher des Berliner Senats, Richard Meng, hat eine bevorstehende Entlassung von Schwarz dementiert. „Weder gibt es eine Ablösung von Schwarz, noch werden neue Geschäftsführer berufen“, sagte Meng am Mittwoch der Nachrichtenagentur dapd.

Zuvor hatte auch der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) berichtet, dass Schwarz abgelöst werden soll. Der Rundfunksender will aus Gesellschafterkreise erfahren haben, dass Schwarz bislang keinen Vorschlag unterbreitet habe, wie die erwarteten Mehrkosten von 1,2 Milliarden Euro ausgeglichen werden könnten.

Wie die „Morgenpost“ weiter berichtete, wollen die Flughafengesellschafter - die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund - zudem die BER-Geschäftsführung erweitern. Bislang besteht das Management aus Schwarz als Sprecher der Geschäftsführung und Horst Amann als technischem Geschäftsführer.

In Zukunft soll sich den Angaben zufolge ein eigener Finanzvorstand ausschließlich um die Erlös- und Kostensituation des neuen Großflughafens kümmern. Die Gesellschafter suchen demnach bereits nach geeigneten Kandidaten. Mittelfristig solle es im Vorstand auch ein für Personal und Organisation verantwortliches Mitglied geben.

Die Eröffnung des Flughafens musste wegen der gravierender Probleme im Mai verschoben werden. Ob der neue Termin am 17. März 2013 gehalten werden kann, ist unsicher. Heute tagen die Gesellschafter der Flughafengesellschaft, die Länder Berlin, Brandenburg und der Bund. Dabei geht es um den Jahresabschluss 2011 und damit auch um die Entlastung der Geschäftsführung.

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  • Privat und Staat handeln nur noch auf Risiko der Steuerzahler.
    Anstatt das Übel an der Wurzel zu packen, debattieren wir über die nächste Steuererhöhung und darüber, wer wieviel davon tragen muss.

  • --@ ihr

    stimmt, in den Propaganda-Sendern ARD, ZDF war davon leider keine Rede.

    Dass auch GAUCK, Merkel normale STASI Mitarbeiter waren / sind, hat ARD wohl auch vergessen.

    #++++++++++++++++++
    Helmut Kohl hat die alten Strukturen aufgelöst und den Weg für eine Neue Ordnung bereitet.

    Dann wurden staatliche Institutionen, das heißt ganze Staaten in gewisser Weise privatisiert, dann in
    eine Pleite hineingelockt, um sie nachher als Sozialismus wieder aufzubauen.

    Sie meinen die DDR?

    Nicht die DDR, es gibt ja keine DDR mehr, es geht ja jetzt um die Bundesrepublik Deutschland.
    Das heißt: Ganz Deutschland ist privatisiert, besteht nur aus Gesellschaften, aus GmbHs,
    Agenturen. Alle Einrichtungen, die einmal staatlich waren, sind in irgendwelche merkwürdigen
    privaten Gebilde umstrukturiert worden — GmbHs und Gesellschaften, die nicht in der Lage sind,
    auf Dauer zu existieren. Dann hat Frau Merkel bewiesen, dass das ganze Geld- und Bankensystem
    auf einem Vertrauen beruhen kann, das manipulierbar ist.

    Der Staat hat deutlich klar gemacht, dass
    er kein Geld mehr hat, dass es kein Geld mehr gibt, dass die Rentenkassen leer sind, dass der Staat
    nicht mehr in der Lage ist, seinen Aufgaben nachzukommen, weil kein Geld mehr da ist.
    +++++++++++++++

  • Wer ist denn der Fachmann? Wer hat das Ding geplant und wird für Einhaltung von Terminen und Kosten bezahlt? Sind das die Politiker oder dieser Herr Schwarz?
    Wer war das übrigens, der parallel zum Desaster seine Dissertation geschrieben hat?
    Das einzige, was man den Politikern vorwerfen kann, sind dielausigen verträge, die auch beim Versagen der Deliquenten Abfindungen beinhalten!

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