Berliner Flughafen

Eröffnung angeblich auf Herbst 2013 verschoben

Für den neuen Hauptstadtflughafen zeichnet sich das nächste Debakel ab. Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck räumte ein, dass über einen Start im Oktober 2013 diskutiert wird.
Update: 04.09.2012 - 12:15 Uhr 21 Kommentare
Blick in die Schalterhalle des neuen Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg (BER) in Schönefeld. Quelle: dpa

Blick in die Schalterhalle des neuen Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg (BER) in Schönefeld.

(Foto: dpa)

BerlinDie Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens in Berlin-Schönefeld wird voraussichtlich erneut verschoben. Das räumte der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) gegenüber dem "Tagesspiegel" (Mittwochsausgabe) ein. Auf der vorgezogenen Aufsichtsratssitzung an diesem Freitag werde über einen neuen Starttermin im Oktober 2013 beraten. "Wir werden uns dazu mit Airlines und Anderen konsultieren und dann zu einer Entscheidung kommen", sagte Platzeck.
Zuvor hatten bereits andere Medien über eine geplante Verschiebung des Termins für den Herbst 2013 berichtet. Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung (Dienstag) soll der Airport zum neuen Herbstflugplan am 27. Oktober 2013 eröffnen.

Die „Berliner Morgenpost“ (Dienstag) berichtete unter Berufung auf Aufsichtsratskreise, die Eröffnung werde voraussichtlich auf den 20. oder 27. Oktober kommenden Jahres verschoben. Auch der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) nannte den Oktober 2013 als neuen Termin. nochmals um rund ein halbes Jahr verschoben

Flughafensprecher Ralf Kunkel bestätigte in der Nacht lediglich, dass die Aufsichtsratssitzung vom bisher geplanten 14. September auf diesen Freitag vorgezogen werde. Zum neuerlichen Verschiebung wollte er keinen Kommentar abgeben.

Die Inbetriebnahme des Hauptstadtflughafens war bereits dreimal verschoben worden, zuletzt vom 3. Juni 2012 auf den 17. März 2013. Grund dafür war nach offiziellen Angaben die noch nicht funktionstüchtige Brandschutzanlage. Allerdings gab es auch Zweifel, ob andere Teile der Gebäudetechnik betriebsbereit waren, etwa die Gepäckbeförderung.

Wegen der Verzögerungen hatte der Flughafen zuletzt mit Mehrkosten von gut 1,1 Milliarden Euro gerechnet. Auf der kommenden Aufsichtsratssitzung soll auch über ein neues Finanzierungskonzept beraten werden. Gesellschafter des Flughafens sind die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund. Im August hatte der Aufsichtsrat beschlossen, die drohende Zahlungsunfähigkeit des Flughafens mit einer Finanzspritze abzuwenden.

Der neue Technikchef des Flughafens, Horst Amann, hat in den vergangenen Wochen versucht, sich ein genaues Bild von der Lage am halbfertigen Flughafengebäude zu machen. Vor allem auf Amanns Einschätzung dürfte sich der Aufsichtsrat bei seinen Entscheidungen am Freitag stützen.

Zuletzt war über Überlegungen berichtet worden, dass der Flughafen in zwei Etappen im März und im Oktober 2013 eröffnet werden könnte. Nunmehr soll er auf einen Schlag in Betrieb gehen, die Flughäfen Tegel und Alt-Schönefeld würden deshalb am 26. Oktober geschlossen.

  • dpa
  • afp
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21 Kommentare zu "Berliner Flughafen: Eröffnung soll auf Oktober 2013 verschoben werden"

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  • Als im Ausland lebender Berliner hatte ich gehofft eines Tages von Shanghai direkt in die Bundeshauptstadt fliegen zu können. Kein Wunder das China so sich so rasant entwickelt..., Flughaefen werden beschlossen und innerhalb von 2 Jahren übergeben.
    Aus der Ferne betrachtet habe ich manchmal das Gefühl das es wohl einen kraeftigen Wake-Up call braucht um die einstigen Tugenden wiederzubeleben.... Das Beispiel "Airport" Berlin gibt genug Grund zuzweifeln.... wie heisst es da so schön: Denke ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den..... Give it a kick friends, the world is watching!

  • Kitas werden nicht benötigt; die Frauen sollen sich um ihre Kinder selbst kümmern und nicht sich an der Aldi-Kasse selbstverwirklichen.
    Straßenbau wird aus der Mineralölsteuer finanziert, die reicht dafür und es bleibt noche einiges über zum Verjuxen.
    Schulen sind doch vorhanden, Lehrer auch, fürstlich bezahlt, es fehlt an Ordnung, Fleiß, Sauberkeit, Disziplin, Grütze im Kopf.

  • Es handelt sich hier um sogenannte Pfründen, das heißt, die Bonzen in den Aufsichsräten tun nix und wissen auch nix, aber mit Geld werden sie belohnt für Wohlverhalten bei dieser ud jener anderen Angelegenheit.

  • Alle rausschmeißen und denen keinen Cent mehr geben, das Milliardenloch ist schon groß genug. Schulen, Kitas und Straßen bekommen aufgrund dieses Pleiteflughafens jahrelang kein Geld mehr. Bis Ende 2013 können die dann wieder 10 x die Milliarden erhöhen und nachschieben?! Der Flughafen ist ja schlimmer als Griechenland.

  • Diese Herrschaften vom Aufsichtsrat haben eigentlich eine Kontrollfunktion:
    Vertreter des Landes Berlin: Klaus Wowereit, Dr. Margaretha Sudhof, Frank Henkel, Michael Zehden

    Vertreter des Landes Brandenburg: Matthias Platzeck, Ralf Christoffers, Dr. Helmuth Markov, Günther Troppmann

    Vertreter des Bundes: Rainer Bomba, Werner Gatzer

    Arbeitnehmervertreter: Holger Rößler, Peter Lindner, Claudia Heinrich, Franziska, Sven Munsonius

    Wer prüft eigentlich ob diese Herrschaften ihren Pflichten ordnungsgemäß nachgekommen sind? Falls nicht, können diese in Regress genommen werden?

  • Na ja, die Mehrkosten resultierend aus den Verzögerungen, Volksabstimmung und Schlichtung muss man grün-rot ankreiden.
    Nicht desto trotz können wir im Gegensatz zu vielen SPD-regierten Ländern jährlich in den Länderfinanzausgleich einzahlen.

  • Das ist lediglich der alte Versuch, die Leute vom Bau um ihren gerechten Lohn zu betrügen.

    Die sogenannte Ausschreibung beschreibt den Wunsch des Bauherren doch nicht annähernd richtig.

  • Die Elbphilharmonie ist eine sehr gute Investition. Mir egal, was sie kostet. Bedenken Sie auch mal, daß jeder nicht ausgegebene Cent in Südeuropa verballert wird.

    Und denken Sie mal an Schloss Neuschwanstein. Hat sich hundertfach gerechnet.

  • Alle rausschmeißen und denen keinen Cent mehr geben, das Milliardenloch ist schon groß genug. Schulen, Kitas und Straßen bekommen aufgrund dieses Pleiteflughafens jahrelang kein Geld mehr.

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