Besserung in Sicht
Nordzucker schrammt an Jahresverlust vorbei

Rote Zahlen wie aus dem Vorjahr kann Nordzucker im Geschäftsjahr 2015/16 verhindern. Für das laufende Jahr erwartet der Zuckerhersteller wieder eine Besserung. Doch die Branche steht vor großen Veränderungen.

BraunschweigEuropas zweitgrößter Zuckerhersteller Nordzucker hat sich im Geschäftsjahr 2015/16 überraschend in den schwarzen Zahlen gehalten. Nach einem herben Gewinneinbruch im Vorjahr sank der Überschuss in den zwölf Monaten bis Ende Februar jedoch weiter um ein Viertel auf 15 Millionen Euro, wie der Südzucker-Rivale am Dienstag in Braunschweig mitteilte. „Das zurückliegende Geschäftsjahr war mehr als herausfordernd“, sagte Vorstandschef Hartwig Fuchs. Nordzucker spürt eine weltweite Überproduktion und hohe Bestände innerhalb der EU. Im laufenden Jahr soll es beim Gewinn aber wieder aufwärts gehen.

Dass die Gesellschaft entgegen ihrer vor einem Jahr genannten Prognose 2015/2016 nicht in die roten Zahlen geriet, verdankte sie den Angaben zufolge Einsparungen im Betrieb und einer erfolgreich eingeklagten Zinsrückzahlung. Dabei musste der Zuckerhersteller einen merklichen Umsatzrückgang abfedern. Die Erlöse sanken um fast 14 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro.

Für das laufende Geschäftsjahr 2016/17 erwartet die Nordzucker-Führung einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Weitere Einsparungen aus dem laufenden Effizienzprogramm, relativ niedrige Energiepreise und leicht verbesserte Zuckererlöse sollen den Gewinn unter dem Strich steigen lassen.

Die Zuckerbranche steht vor einer Liberalisierung und damit vor großen Umwälzungen. Ab 2017 entfallen die bisher von der EU verordneten Vermarktungsquoten für die Zuckerunternehmen und der Mindestpreis, den Landwirte für ihre Rüben erhalten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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