Bestechung
Prozesse im Ikea-Skandal beginnen bald

Sie sollen Schmiergelder an Manager und Mitarbeiter des Möbelunternehmens Ikea gezahlt haben, um an Bauprojekte zu kommen. Und sie sollen Steuern hinterzogen haben. Jetzt sollen der Prozess beginnen. Auf der Anklagebank: ein westfälisches Bauunternehmen.

HB FRANKFURT. Vor dem Amtsgericht Frankfurt beginnt nach einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ am 4. Juli der erste Prozess in dem Skandal. Angeklagt ist der frühere Geschäftsführer eines Bauunternehmens aus Rhede. Der Manager soll bei Ikea-Bauprojekten bei einem Auftragsvolumen von 34 Millionen Mark an Ikea-Mitarbeiter Bestechungsgeld gezahlt haben. Anklage erhoben hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt auch gegen den früheren Geschäftsführer eines Dachbaubetriebs aus Bochum. Der 60-Jährige muss sich wegen des Vorwurfs der Bestechung und der Steuerhinterziehung verantworten.

In seiner aktuellen Ausgabe vom Samstag berichtet das Magazin außerdem, Ikea Deutschland verklage den Baukonzern Max Bögl auf Schadenersatz in Höhe von 6,3 Millionen Euro. Ikea habe Ende Mai Klage vor dem Landgericht München eingereicht. Bögl hat 15 Filialen für Ikea in Deutschland gebaut und soll dabei hohe Schmiergelder an Manager gezahlt haben, die bei Ikea für den Hochbau verantwortlich sind. Insgesamt sind rund ein Dutzend Bau- und Handwerksunternehmen in die Geschäfte verwickelt. Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt liegt der Schaden für Ikea allein seit 1999 bei 15 Millionen Euro.

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