Bestechungsgelder in Millionenhöhe
Korruptionsaffäre bei Ikea größer als bekannt

Die Korruptionsaffäre um das schwedische Einrichtungshaus Ikea ist laut einem „Spiegel“-Bericht weit größer als bislang bekannt.

HB HAMBURG. Inzwischen ermittele die Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Bestechlichkeit gegen sieben Mitarbeiter der Bauabteilung des Möbelmultis, sowie gegen 44 Mitarbeiter von Bau- und Handwerksfirmen wegen des Verdachts der Bestechung und des Betrugs, zitierte das Nachrichtenmagazin am Samstag eine Sprecherin der Behörde.

Allein der inzwischen gestorbene Hauptbeschuldigte soll dem Bericht zufolge seit Mitte der 80er Jahre zunächst in bar und später über eine Scheinfirma Bestechungsgelder in Millionenhöhe kassiert haben, unter anderem von einer Düsseldorfer Projektfirma und einem bayerischen Baukonzern. Das Vermögen, das in Liechtenstein und der Schweiz lagere, bezifferte der Hauptbeschuldigte laut einem internen Vermerk der Staatsanwaltschaft auf 2,8 Millionen Euro, wie „Der Spiegel“ weiter berichtete.

Die sieben beschuldigten Ikea-Mitarbeiter hätten das Unternehmen inzwischen verlassen. Zu den betroffenen Baufirmen habe Ikea jede Geschäftsbeziehung abgebrochen, schrieb das Magazin in einer Vorabmeldung vom Samstag.

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