Bestellungen
Emirates lässt Airbus hoffen

Während die Konkurrenz in Europa und den USA in der Krise steckt, bleiben die arabischen Fluggesellschaften auf Wachstumskurs. Auch Emirates aus Dubai erwartet ein kräftiges Wachstum - und lässt die Flugzeugbauer Airbus und Boeing auf Bestellungen aus dem Nahen Osten hoffen.
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DUBAI. Die arabischen Fluggesellschaften zeigen sich wenig beeindruckt von den Schwierigkeiten ihrer Konkurrenten in Europa und den USA. "Wir rechnen aufgrund der Vorausbuchungen für Dezember und Januar mit erheblich besseren Zahlen", sagte Scheich Ahmed bin Saeed Al-Maktoum, der Vorsitzende von Emirates Airlines, am Mittwoch dem Handelsblatt. Er erwarte zudem, dass sich der Markt in den kommenden Jahren sehr positiv entwickeln werde. Das Unternehmen mit Sitz in Dubai zählt zu den am schnellsten wachsenden Fluglinien der Welt.

Der Nahe Osten ist derzeit die einzige Wachstumsregion im internationalen Luftverkehr. So kletterte die Zahl der Passagiere zwischen Januar und August um acht Prozent. Allerdings stieg die Kapazität um 13 Prozent, was die Margen schmälerte. Auch für die Lufthansa, die ihre Flug-Frequenz nach Saudi-Arabien und Bahrain erhöht hat, gewinnt die Arabische Halbinsel an Bedeutung. "Der Nahe Osten und Afrika sind für uns derzeit die dynamischsten Regionen", sagte Christoph Meier, Sprecher des Lufthansa-Büros in Dubai. So habe der Ticket-Verkauf in den Vereinigten Arabischen Emiraten im September gegenüber dem Vorjahresmonat um zwölf Prozent zugelegt.

Hoffnung für Airbus und Boeing

Die Flugzeughersteller Airbus und Boeing dürfen sich damit Hoffnung auf neue Bestellungen aus dem Nahen Osten machen. "Emirates denkt über die Anschaffung neuer Maschinen nach", sagte Scheich Ahmed. Er sendet damit vor der am Sonntag beginnenden Branchenmesse Dubai Airshow ein positives Signal an die Flugzeugbauer, denen zahlreiche Stornierungen und Verschiebungen wegen der schlechten Lage vieler Fluggesellschaften drohen.

Experten erwarten auf der Airshow zwar keine Wiederholung der Kauforgie von 2007 - vor zwei Jahren hatten Airbus und Boeing ein Ordervolumen von 155 Mrd. Dollar eingefahren. Sie erhoffen sich aber von der Messe Signale, dass die Branche nach der Rezession wieder Atem schöpft.

Die Fluglinien am Persischen Golf sind mit einem Anteil von deutlich mehr als 30 Prozent die wichtigsten Kunden für die Langstreckenflugzeuge von Airbus. Die in Abu Dhabi angesiedelte Etihad hat 100 Flugzeuge von Airbus und Boeing geordert und plant, den Bestand bis 2012 um 40 Prozent zu erhöhen. Auch Qatar Airways ist auf Expansionskurs.

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