Beteiligung an OIK aufgestockt
IVG will schlanker werden

Der neue Chef des Bonner Immobilienkonzerns IVG, Wolfhard Leichnitz, will das Unternehmen zu einem der führenden europäischen Investmenthäuser für Immobilien ausbauen. Dabei spielt vor allem die Aufstockung der Beteiligung an der Oppenheim Immobilien-KAG auf 94 Prozent eine wichtige Rolle.

agr DÜSSELDORF. „Bislang sind wir nur in Deutschland die Nummer eins, in Europa dagegen noch Mittelklasse,“ sagte Leichnitz vor Journalisten in Düsseldorf. Dafür will er den Konzern „schlanker machen“. Mit einem eigenen Portfolio von 3,3 Mrd. Euro und einem betreuten Bestand von 17,4 Mrd. Euro ist IVG bereits Deutschlands größter börsennotierter Immobilienkonzern.

Dreh- und Angelpunkt des Konzernumbaus sei die Aufstockung der Beteiligung an der Oppenheim Immobilien Kapitalanlagegesellschaft (OIK) von 50,1 auf 94 Prozent zum Januar 2007, so Leichnitz. Die OIK ist mit einem Fondsvolumen von 10 Mrd. Euro Marktführer für Immobilien-Spezialfonds in Deutschland. Den Preis für die Anteile vom Bankhaus Sal Oppenheim wollte Leichnitz nicht nennen. Doch wird OIK von Analysten mit 250 Mill. Euro bewertet. Der Schritt habe für die Anleger als auch für beide Unternehmen erhebliche Vorteile, sagte Leichnitz.

OIK wird in den Geschäftsbereich Fonds integriert und bildet künftig die Plattform für das Geschäft mit allen institutionellen Anlegern. Leichnitz bezifferte die Synergien aus der Bündelung des Fonds-Geschäfts auf acht bis zehn Mill. Euro pro Jahr. Gestrafft wird auch der Zuschnitt der Sparten Portfoliomanagement, Projektentwicklung und Kavernen (unterirdische Lager für Öl und Gas).

IVG will das Investmentportfolio auf Büroimmobilien an ausgewählten Orten konzentrieren. Dazu sollen in diesem und im nächsten Jahr jeweils 1,2 Mrd. Euro investiert werden. Aus dem Verkauf von Logistik- und Gewerbeimmobilien sowie der Aufgabe von Standorten wie Dresden, Mailand, Lissabon und Madrid sollen in beiden Jahren jeweils 600 Mill. Euro erlöst werden. Das lukrative Geschäft mit der Vermietung von 40 Kavernen wird in einen eigenen Geschäftsbereich ausgegliedert. IVG plant den Bau weiterer 25 Kavernen. Die Projektentwicklung wird ebenfalls neu ausgerichtet.

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