Beteiligungsfirma hilft bei rasanter Expansion
„Das Depot“ wächst nach dem Vorbild von H&M

Der Einrichtungshändler Das Depot forciert die Expansion in Deutschland, nachdem die britische Beteiligungsgesellschaft 3i bei dem Familienunternehmen eingestiegen ist.

HB FRANKFURT. „Wir wollen unser deutsches Filialnetz in den nächsten drei bis vier Jahren auf 150 Läden ausbauen“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Christian Gries dem Handelsblatt. 2007 sollen zudem die ersten österreichischen Läden starten. Auch in Frankreich, Belgien und Holland wolle man mittelfristig aktiv werden, kündigte der Firmenchef an.

Trotz Einzelhandelskrise hat der Anbieter von Wohnaccessoires und Geschenkartikeln bereits in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. 1995 eröffnete Gries die erste Niederlassung nahe Frankfurt. Seither hat sich das Filialnetz, das von Schöllkrippen bei Aschaffenburg aus gesteuert wird, auf 60 Shops ausgeweitet. Gegenüber 2001 verdreifachte sich der Umsatz auf 35 Mill. Euro.

Im Oktober investierte 3i zehn Mill. Euro in die 1948 gegründete Muttergesellschaft Gries Deco Company und übernahm damit 40 Prozent der Firmenanteile. Den Handelsexperten der Beteiligungsfirma imponierte, dass Das Depot wie die erfolgreichen Modeketten Hennes & Mauritz (H&M) oder Zara arbeitet: Das Unternehmen kontrolliert die gesamte Beschaffungskette – von den Herstellern, die meist in Fernost nach Vorgaben der Zentrale produzieren, bis hin zum Kunden. „Das Depot verfügt dadurch über eine starke Position beim Wareneinkauf“, sagt 3i-Investmentdirektor Daniel Meuthen in München.

Zudem wechselt Gries nach dem Vorbild der Modeketten viermal im Jahr die gesamte Kollektion komplett aus – immerhin 3000 Artikel an Geschenkware, Kleinmöbeln und Einrichtungsdekoration: „Wir schaffen immer wieder neue Themenwelten, damit die Kunden neugierig bleiben.“

Neben dem Kapital steuert 3i auch Erfahrung für das operative Geschäft bei. Die Beteiligungsgesellschaft vermittelte dem Handelsunternehmen den Unternehmensberater und ehemaligen Quelle-Vorstand Rolf Schuchardt sowie den Ex-Karstadt-Direktor Guido Schild als Beiräte. Für die Einrichtungskette ist Karstadt-Quelle zu einem wichtigen Wachstumsmotor geworden: Um den Umsatzverlust in den Warenhäusern zu stoppen, hat der angeschlagene Essener Konzern gemeinsam mit dem ehemaligen Strauss-Innovation-Geschäftsführer Peter Geringhoff das Einrichtungskonzept „Yorn Casa“ entwickelt, bei dem Das Depot den größten Teil zum Warensortiment beisteuert. Verkauft wird auf eigene Rechnung, das Verkaufsteam steht auf der Gehaltsliste von Firmenchef Gries. „Karstadt berechnet uns eine Umsatzmiete“, erläutert er das Konzept. In 13 Warenhäusern ist sein Unternehmen mit Flächen zwischen 100 und 300 Quadratmetern bereits präsent, bis Ende des Jahres sollen es 50 werden.

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