Betriebsbedingte Kündigungen in großem Umfang nicht mehr ausgeschlossen
Karstadt-Quelle schließt zwei Call-Center

Nach den katastrophalen Halbjahreszahlen zieht der angeschlagene Handelskonzern Karstadt-Quelle erste Konsequenzen und schließt im kommenden Jahr zwei Call-Center in Mainz und Köln. Betroffen sind davon insgesamt 420 Mitarbeiter. Auch die Schließung unrentabler Warenhaus-Standorte wird immer wahrscheinlicher, nähere Einzelheiten will Konzern-Chef Achenbach am kommenden Dienstag vorlegen.

HB ESSEN. Der angeschlagene Handelskonzern Karstadt-Quelle steht vor tiefen Einschnitten. Die Versandhandelstochter Quelle gab am Mittwoch die Schließung von zwei Call-Centern in Mainz und Köln mit zusammen 420 Mitarbeitern zum 31. März 2005 bekannt. Es werden 250 betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen. Auch bei der Versandtochter Neckermann drohen angesichts sinkender Umsätze betriebsbedingte Kündigungen. Darüber seien die Mitarbeiter informiert worden, sagte Neckermann-Sprecher Erich Jeske.

Nach der Vorlage von katastrophalen Halbjahreszahlen scheine jetzt zudem die Schließung unrentabler Warenhaus-Standorte wahrscheinlich, berichtete das „Handelsblatt“ am Mittwoch. In Unternehmenskreisen gelte es als sicher, dass bald einige Warenhäuser dichtgemacht würden. Nähere Einzelheiten will Karstadt-Quelle-Chef Christoph Achenbach am kommenden Dienstag in Essen vorlegen.

Die Quelle AG teilte in Fürth mit, die Call-Center in Mainz und Köln würden geschlossen, ihre Aufgaben in die Türkei verlagert. Dort seien die Kosten geringer. In Köln soll 130 Beschäftigten gekündigt werden, weitere 70 befristete Arbeitsverhältnisse liefen vor dem Schließungstermin 31. März 2005 aus. In Köln sollen rund 120 Mitarbeiter gekündigt werden, die übrigen 100 haben befristete Verträge. Quelle betreibt derzeit bundesweit noch acht Call-Center.

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